Remainder (2015)

Regie: Omer Fast
Original-Titel: Remainder
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Drama, Science Fiction, Thriller
IMDB-Link: Remainder


Der Beginn von „Remainder“ weiß gleich einmal zu fesseln: Ein junger Mann läuft durch eine Straße und wird von einem herabfallenden Gegenstand am Kopf getroffen. Nach einer langen Reha, in der er erst einmal alle seine Körperfunktionen wieder zu beherrschen lernen muss, bekommt er von der Versicherung ein Sümmchen von 8,5 Millionen Pfund zugesprochen, dass er über den Vorfall die Klappe hält und die Geschichte unter den Tisch kehrt. Mit so viel Geld lässt sich einiges anfangen. Zum Beispiel: Ein hübsches Häuschen bauen und das restliche Leben mit 10 Katzen und 20 Wellensittichen verbringen. Oder: Ein Boot kaufen und vor der Küste Dalmatiens herumschippern und dabei viel Fisch essen. Oder man kann es wie George Best, der berühmte Fußballer, halten: „Die Hälfte meines Geldes habe ich für Nutten, Alkohol und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst.“ Der Protagonist von „Remainder“ hat aber andere Ideen: Geplagt von  Erinnerungen, die er nicht sinnvoll zusammenbringt, heuert er einen diskreten und zuverlässigen Mitarbeiter an, der ihm ein ganz bestimmtes Haus sucht und kauft, nämlich jenes aus seinen Erinnerungen, und dort platziert er Schauspieler, die eben diese Erinnerungen nachspielen sollen in der Hoffnung, dass er dadurch mehr darüber erfährt, was er offenbar verdrängt hat. An dieser Stelle biegt der Film auch langsam in eine andere Richtung ab, als es der straighte Beginn hat vermuten lassen. Der Protagonist wird zusehends besessener von seiner Idee und damit auch unsympathischer. Zudem ist die Atmosphäre des Films eher kühl und abweisend. Der finale Twist ist interessant und lädt dazu ein, das bis dato Gesehene noch mal neu zu überdenken. Allerdings muss man auch sagen, dass „Remainder“ manchmal ein kleines Problem mit dem Timing hat und eben der Tatsache, dass Vieles sehr lange unklar und der Protagonist unnahbar bleibt und der Film dann eben auch recht verkopft wirkt.


6,0
von 10 Kürbissen

5 Kommentare

  1. Also das mit den Schauspielern klingt ein bisschen nach Synecdoche, New York. Aber der hier scheint ja nicht so interessant zu sein.

    Ich denke nicht, dass es lange bei 20 Wellensittichen bleiben würde, wenn ständig zehn Katzen einen Blick auf die Vögel werfen.

    Gefällt 1 Person

      1. Hey, was ist aus deinem Blog geworden?
        Keine Ahnung, wie ich dich erreichen soll. Fände es schade, wenn du so schnell bereits wieder in die Versenkung verschwindest.

        Schöne Grüße
        Benni

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