Kong: Skull Island (2017)

Regie: Jordan Vogt-Roberts
Original-Titel: Kong: Skull Island
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Abenteuerfilm, Action, Fantasy
IMDB-Link: Kong: Skull Island


Da ist er wieder, der große, grimmige Affe. Und während sich der Originalfilm aus den 30ern sowie Peter Jacksons Neuverfilmung Zeit nehmen, ehe sie den haarigen Burschen in all seiner Pracht enthüllen, geht Jordan Vogt-Roberts in „Kong: Skull Island“ von Anfang an drauf. Schon in der Eingangssequenz wird klar: Hier kommt Großes auf uns zu! Und so dauert es auch nicht lang, und schon sind wir mitten im schönsten Gemetzel Mensch gegen Affe, wobei die Soldaten, die gerade aus dem verlorenen Vietnam-Krieg in die Heimat aufbrechen wollten und noch eine letzte Mission zu erfüllen haben, weil irgendein verrückter Wissenschaftler partout auf einer bislang unerforschten Insel herumspazieren möchte, bald feststellen, dass ihr eigentlicher Krieg gerade erst begonnen hat – und diesmal ist sogar der Kampf ums nackte Überleben fast aussichtslos. Allerdings vollzieht der Film ab etwa der Hälfte und mit dem Auftauchen eines gut gelaunten John C. Reilly eine interessante Wendung. „Kong: Skull Island“ fügt der Geschichte von King Kong ein nicht unwesentliches Kapitel hinzu, das von ökologischer Verantwortung und der Bestie Mensch berichtet. Nicht unbedingt etwas bahnbrechend Neues, aber im Zusammenhang mit King Kong, dem König der Insel, durchaus interessant. Natürlich bleibt „Kong: Skull Island“ in erster Linie ein Actionfeuerwerk – und als solches funktioniert der Film herausragend gut. Die CGI lässt den Zuseher staunen – hier wird wirklich alles rausgeholt, was die heutigen Rechner hergeben. Die Kameraarbeit ist exzellent und fängt die wilde Schönheit der Insel genauso wie die dynamischen Actionszenen ästhetisch ein. Die (kleineren) Probleme von „Kong: Skull Island“ liegen woanders. So wartet der Film zwar mit einem tollen Cast auf (allen voran Tom Hiddleston, Brie Larsen, John Goodman und der für einen solchen Film unausweichliche Samuel L. Jackson), aber der Fokus liegt eindeutig nicht auf den Charakteren. Deren Motivationen sind oftmals sehr simpel gehalten, sie sind Stereotype, die für gewisse Ausprägungen der Menschheitsgeschichte stehen. Das ist schon okay in diesem Zusammenhang, aber glänzen können die ansonsten großartigen Schauspieler auf diese Weise halt nicht. Wie schon so oft bei King Kong gesehen: Die interessanteste Persönlichkeit hat der Affe. Unterm Strich ist „Kong: Skull Island“ keine Neuerfindung des Kinos, aber ein schön anzusehender Action-Kracher, der Spaß macht, und dem Publikum noch eine Botschaft mitgibt. Passt.


7,0
von 10 Kürbissen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s