Die Blumen von gestern (2016)

Regie: Chris Kraus
Original-Titel: Die Blumen von gestern
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Komödie, Drama
IMDB-Link: Die Blumen von gestern


Deutscher Holocaust-Forscher mit Aggressionsbewältigungs- und Erektionsproblemen trifft auf französisch-jüdische Assistentin mit Dachschaden und gelegentlichem Farbtopfentfremdungsaktionismus. Sie mögen sich nicht, sie mögen sich doch, sie haben eine gemeinsame Geschichte, die alles irgendwie schlimm macht, man hat so seine Geheimnisse, manchmal fliegen Hunde aus Autofenstern.

Unentschlossen. Das ist das Wort, das ich am schnellsten mit Chris Kraus‘ Film „Die Blumen von gestern“ in Verbindung bringe. Was will der Film sein? Eine schwarzhumorige Komödie? Ein Drama? Ein Liebesfilm? Ein Roadmovie? Ein Historienfilm? Für eine Komödie ist er nicht lustig genug, sämtliche Charaktere (inklusive der Figur der sonst so wunderbaren Adèle Haenel) bleiben unsympathisch und irgendwie rätselhaft in ihrer Motivation. Für ein Drama ist der Film aber zu leichtgängig, und es bleibt auch bis zum Ende unklar, was er eigentlich erzählen möchte, was das große Drama ist, das sich immer wieder ankündigt. So ist „Die Blumen von gestern“ ein Film voller uneingelöster Versprechen. Immer wieder ganz nett anzusehen, aber unausgegoren und am Ende auch unbefriedigend.


4,0
von 10 Kürbissen

(Foto: Filmladen)

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