Planet der Affen: Prevolution (2011)

Regie: Rupert Wyatt
Original-Titel: Rise of the Planet of the Apes
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Science Fiction, Action, Drama
IMDB-Link: Rise of the Planet of the Apes


Der Schrecken über Tim Burtons affiges Remake des Sci-Fi-Klassikers „Planet der Affen“ steckte zehn Jahre später noch allen Zusehern in den Gliedern. Dennoch setzte Hollywood auf die Fähigkeit der Verdrängung des Blockbuster-erprobten Publikums und fügte der Filmreihe mit „Planet der Affen: Prevolution“ (im Original: „Rise of the Planet of the Apes“) einen Prolog hinzu, der als Beginn einer Trilogie erzählen soll, wie es denn dazu kommen konnte, dass Charlton Heston am Ende des Originalfilms von 1968 vor der halb im Sand versunkenen Freiheitsstatue in die Knie geht und fassungslos die denkwürdigen Worte brüllt: „Ihr Wahnsinnigen! Ich verfluche euch! Ich verfluche euch, euch alle!“ Irgendwo und irgendwann in der Geschichte scheint also etwas schiefgegangen zu sein. Und wie so oft sind es ambitionierte, glücklose Wissenschaftler, die uns in die Scheiße reiten. Dabei wollte Will (James Franco) ja nur ein Alzheimer-Medikament entwickeln, um seinen erkrankten Vater zu heilen. Das Mittelchen zeigt nun ungeahnte Nebenwirkungen, wie sich an Versuchen mit Primaten herausstellt. So kommt Caesar ins Spiel, das Neugeborene eines solchen Versuchsaffen, das als Special Feature ungeahnte Intelligenz mitbekommen hat. Da aber die Mutter einen Riesenradau verursacht und kurzerhand weggepustet wird, kommt das Affenbaby zu Will, der es fortan aufzieht und schon bald erkennt, was für ein intelligentes Kerlchen da in seinem Haus wohnt. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen, denn auch wenn Will und Caesar ein gutherziges Gespann sind, manche Wissenschaftler kommen halt nicht ohne Gott-Komplex aus, und damit beginnt die Kacke zu dampfen. Dass nämlich das Medikament, an dem in der Zwischenzeit weitergearbeitet wurde, etwas ungute Wirkungen zeigt für die Menschheit, hat sich eben diese selbst eingebrockt.

„Planet der Affen: Prevolution“ geht ein recht gemächliches Tempo, bleibt dabei aber spannend. Der Film kann sich dabei auf ein gutes, intelligentes Storytelling verlassen, auf sympathische Hauptdarsteller und eine unfassbar gute CGI, die wiederum getragen wird von Andy Serkis, der den Affen Caesar verkörpert. Nichts ist menschlicher in diesem Film als Caesar. Die eine oder andere kleinere Länge hat der Film, und manche Nebenfigur ist etwas schablonenhaft gezeichnet, aber insgesamt ist „Planet der Affen: Prevolution“ hochintelligentes Science-Fiction-Kino, das das Burton’sche Desaster (möge es in Frieden ruhen) dann doch sehr schnell vergessen lässt.


7,5
von 10 Kürbissen

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3 Kommentare

    1. Gerne. :D (Ich mag Burton prinzipiell ja trotz seiner schwankenden Leistungen, „Big Fish“ zB gehört zu meinen Lieblingsfilmen, aber was ihn beim Planet der Affen geritten hat, wird wohl eines der größeren Mysterien der Kinogeschichte bleiben.)

      Gefällt 1 Person

      1. Ich mag seine Filme überhaupt nicht. Was Planet der Affen angeht, hat er ja was man so liest selbst gesagt, dass der Film mies ist. Studio und Zeitdruck haben ihm wohl einen fetten Strich durch seine angedachte Rechnung gemacht. Dumm gelaufen ;)

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