Planet der Affen: Revolution (2014)

Regie: Matt Reeves
Original-Titel: Dawn of the Planet of the Apes
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: Science Fiction, Action, Drama
IMDB-Link: Dawn of the Planet of the Apes


Tja, da haben wir den Salat. Die Menschheit hat sich mittels eines Virus ordentlich dezimiert, die Natur erobert die Städte zurück, und in den Wäldern vor der Stadt herrschen die Affen, smarte Kerlchen, die nun lesen und schreiben lernen. Einige Menschen haben überlebt, aber deren Infrastruktur ist zusammengebrochen und es sieht nicht gut aus für sie. Blöd, sich wenn das Wasserkraftwerk, das dringend wieder in Betrieb genommen werden muss, genau im Affenterritorium befindet. Mit Caesar, dem hochintelligenten Anführer der Affenbande, gäbe es ja keinen Stress, aber manch Anderer trägt die Erinnerung an jahrelange Misshandlung und Wut auf die Menschheit tief in sich drinnen und will am liebsten jeden Menschen tot sehen. Das bedingt natürlich Konflikte. Und entspinnt sich ein Durcheinander aus Intrigen und Gegenintrigen und gegenseitigem Misstrauen, das nur eine einzige Konsequenz möglich scheinen lässt: Ein für alle Mal muss geklärt werden, wer denn nun die dominante Spezies auf diesem Planeten ist.

War „Planet der Affen: Prevolution“ noch die langsam erzählte Vorgeschichte, die erst nach und nach die Daumenschrauben angesetzt hat, geht es in „Revolution“ ordentlich zur Sache. Der Fokus liegt auf dem Konflikt Mensch-Affe, auf deren Unterschiede und der Angst voreinander, und auch auf Affe-Affe, denn die Affen wittern nun, dass die Zeit ihrer Dominanz gekommen ist, dass sie zum ersten Mal in der Geschichte auf dem längeren Hebel sitzen. Und Caesar, der sich zu einer psychologisch interessanten Figur entwickelt, sitzt zwischen den Stühlen. Denn er ist primär Primat, allerdings hat er auch viel Gutes durch die Menschen erfahren, und seine höhere Intelligenz sagt ihm, dass es keine gute Idee ist, eine ganze Spezies auszurotten. Er kennt Mitleid und Erbarmen. Was also tun, wenn man sich rundherum an die Gurgel geht?

„Revolution“ ist eine gelungene Fortsetzung der Trilogie, hat aber das Problem, das viele Mittelteile von Trilogien haben: Die Vorgeschichte ist erzählt, das Ende ist noch weit weg – jetzt muss es also erst einmal krachen. Und so ist „Revolution“ deutlich actiongeladener als sein Vorgänger und weniger subtil, ohne dass aber ein Ziel abzusehen ist. So gesehen etwas schwächer als Teil 1, aber eine gelungene Brücke zwischen „Prevolution“ und „Survival“, dem Abschluss der Trilogie.


6,5
von 10 Kürbissen

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