The Disaster Artist (2017)

Regie: James Franco
Original-Titel: The Disaster Artist
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Komödie
IMDB-Link: The Disaster Artist


Oh, hi Mark! 2003 kam mit „The Room“ ein Meisterwerk der Filmgeschichte heraus, geschrieben, produziert, gespielt und gedreht von Tommy Wiseau. Das Liebesdrama shakespeare’schen Ausmaßes gilt heute dank seiner geschliffenen Dialoge, des exzellenten Schauspiels, der fesselnden Dramaturgie und des herausragenden filmischen Handwerks als einer der bemerkenswertesten Filme der Geschichte. Noch heute, 15 Jahre später, wird der Film in amerikanischen Kinos in rasch ausverkauften Mitternachtsvorstellungen gezeigt. James Franco hat nun die Entstehungsgeschichte dieses cineastischen Meilensteins verfilmt, mit sich selbst in der Hauptrolle des Tommy Wiseau, der „Johnny“ im Film „The Room“. Ich selbst habe leider den Film zur Gänze noch nie gesehen, kenne nur die besten Szenen, die glücklicherweise auf Youtube zugänglich sind. „The Disaster Artist“ heißt nun die Verfilmung der Verfilmung, und ob diese Hommage an die Quelle ihrer Inspiration herankommt, kann ich nun natürlich mangels Kenntnisse des Originals nicht beurteilen. Aber allein schon, wenn man James Franco als Tommy Wiseau Tommy Wiseau als Tommy Wiseau gegenüberstellt, zeigt sich, mit wie viel Liebe zum Detail „The Disaster Artist“ gedreht wurde. Franco ist herausragend. Der Film selbst, also „The Disaster Artist“ (aber wahrscheinlich auch „The Room“), ist zum Teil rasend komisch und mit Sicherheit eine der besseren Komödien der letzten Jahre. You’re tearing me apart! Allerdings folgt „The Disaster Artist“ im Aufbau seiner Story selbst dann doch recht gewöhnlichen Pfaden der Dramaturgie und ist daher nicht immer per se wahnsinnig interessant. So bleiben die Pluspunkte des Films einige wirklich schräge Szenen (die umso genussvoller zelebriert werden können, als dass sie auf wahren Begebenheiten beruhen) und eben ein James Franco, den man als solchen nicht mehr erkennt – so sehr geht er in der Rolle des Tommy Wiseau auf. Wäre da nicht ein Gary Oldman in der Warteschleife für den längst überfälligen Oscar, und hätte sich Franco nicht selbst aufgrund der Missbrauchsvorwürfe gegen ihn aus dem Rennen genommen, das Goldmännchen müsste dieses Jahr wohl an ihn gehen (und ein Stern am Hollywood Walk of Fame an Tommy Wiseau). I have to go.

(Dieser Film ist als Reiseetappe # 68 Teil meiner Filmreisechallenge 2018. Mehr darüber hier.)


7,0
von 10 Kürbissen

6 Kommentare

  1. Den habe ich auch schon gesehen und kann dir in den wesentlichen Punkten nur zustimmen. Trotzdem wäre ich in meiner abschließenden Bewertungen eher bei 6 Kürbissen, weil der Film über manche Strecken doch SEHR uninteressant ist. Kleiner Hinweis am Rande : „Schaue einen Film, in dem es um einen Film geht…“ 😉

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