Girls Always Happy (2018)

Regie: Yang Mingming
Original-Titel: Rou Qing Shi
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Drama
IMDB-Link: Rou Qing Shi


Chinesischer Alltag in der Stadt ist kein Zuckerschlecken, vor allem, wenn man intellektuell, unverheiratet und in einer Zweckgemeinschaft mit der eigenen Mutter lebt. So geht es der Hauptprotagonistin Wu (Yang Mingming, auch Autorin und Regisseurin des Films). Und so isst man zusammen, streitet sich, versöhnt sich wieder, um sich im nächsten Moment doch wieder anzubrüllen, und irgendwie macht das meiste davon einfach keinen Sinn. Dann fährt Wu mal wieder minutenlang auf ihrem Roller durch die Gegend, macht mit ihrem Freund Schluss, lässt ihn dann doch wieder Geschenke bringen, um ihn erneut abzuweisen – Mädel, was willst du? Das hätte ich gern auch Yang Mingming selbst gefragt, denn irgendwo zwischen den endlos verschmatzten Mahlzeiten und konfusen Streitereien könnte in diesem geschwätzigen Film auch ein Sinn verborgen liegen, nur ist mir dieser leider entgangen. Was der Film laut Regisseurin Yang will: Das moderne Leben in Peking darstellen anhand einer Mutter-Tochter-Beziehung. Okay. Aber was genau ist daran interessant? So, wie das Leben gezeigt wird, mag es zwar authentisch sein, aber eine Geschichte ergibt das nicht. Und gehen wir nicht ins Kino, um Geschichten erzählt zu bekommen? Vielleicht war meine Erwartungshaltung diesbezüglich zu hoch, aber als ziemlich gesichert gilt, dass so gut wie nichts passiert in „Girls Always Happy“, und eine Entwicklung der Figuren ist auch nicht spürbar. So wird die Spieldauer von ziemlich genau zwei Stunden zu einer ähnlichen Qual wie die chinesische Tröpfchenfolter. Ein irrelevanter Streit nach dem anderen tropft auf die Häupter des Publikums herab – man weiß: der nächste wird bald folgen, und man kann nichts dagegen tun. Außer vielleicht, das Kino zu verlassen. Aber dafür bin ich wohl zu masochistisch veranlagt.

(Dieser Film ist als Reiseetappe # 3 Teil meiner Filmreisechallenge 2018. Mehr darüber hier.)


2,5
von 10 Kürbissen

 

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Ein Kommentar

  1. Hui, na der Film hört sich ja nicht besonders an😅! Ich hatte auch ab und an schon das Problem, dass ich mir dachte „Na gut, das wirkt jetzt sehr lebensecht aber eine Geschichte ist das nicht“. Manchmal hat man einfach das Gefühl auf diese kleine „Nebensache“ wird vollkommen vergessen 😉

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