Convoy (1978)

Regie: Sam Peckinpah
Original-Titel: Convoy
Erscheinungsjahr: 1978
Genre: Action, Roadmovie
IMDB-Link: Convoy


Nein, erklären kann ich es nicht, warum „Convoy“ von Sam Peckinpah der Film ist, den ich mit Abstand am häufigsten gesehen habe. Ich war ein Kind, es gab Trucks und Wüstensand und zu Schrott gefahrene Polizeiautos und coole Typen wie Kris Kristofferson als „Rubber Duck“. Tagelang spielte ich den Convoy aus dem Film mit meinem Matchbox-LKWs nach – und ich hatte sogar eines, das ein wenig aussah wie das Gefährt des furchtlosen, stoischen Anführers. Warum mich der Film auch heute noch so begeistert, kann ich allerdings noch weniger erklären. Na gut, ein Erklärungsversuch: Es gibt Trucks und Wüstensand und zu Schrott gefahrene Polizeiautos und coole Typen wie Kris Kristofferson als „Rubber Duck“. Man sagt ja, dass sich Burschen bis zum Alter von 12 Jahren entwickeln, und danach wachsen sie nur noch. Jedenfalls ist „Convoy“ auch heute noch mein größtes Guilty Pleasure. Es gibt nichts Schöneres, als zu den Klängen von Countrymusik einen Convoy von Trucks, gelenkt von kantigen Gesetzesbrechern, durch Polizeibarrikaden rauschen und Polizeiautos in Hühnerställe fliegen zu sehen. Und ganz ehrlich: Viel mehr bietet der Film auch nicht. Gut, da wäre noch eine ziemlich verschenkte Ali McGraw, die mal eine Weile an Rubber Ducks Seite sitzen darf und was fürs Auge bieten soll, und die Privatfehde zwischen Rubber Duck und dem herrlich fiesen Sheriff „Dirty“ Lyle Wallace (Ernest Borgnine in einer Glanzrolle), die den ganzen Convoy erst zum Rollen bringt. Inhaltlich darf man sich allerdings nicht mehr erwarten von diesem Macho-Traum, der beim Bechdel-Test mit Pauken und Trompeten durchfällt. Aber ganz ehrlich: Das ist mir in diesem Fall egal. Denn der Film hat einfach alles: Trucks und Wüstensand und zu Schrott gefahrene Polizeiautos und coole Typen wie Kris Kristofferson als „Rubber Duck“.


10
von 10 Kürbissen

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5 Kommentare

  1. Wie schön, dass Geschmäcker so unterschiedlich sind. Ich kann Convoy so gar nichts abgewinnen. Für mich der schwächste Pechinpah-Film. Und Kris „Rubber Duck“ Kristofferson mag ein passabler Sänger sein, der in der County-Szene ein ziemliches Renommee hat, aber als Schauspieler….Nein Danke. Und diese Macho-Attitude fand ich auch ganz furchtbar.
    Ich hoffe, ich habe deine Kindheitserinnerungen jetzt nicht zu sehr relativiert. Aber so einen Film hat wohl jeder von uns….

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    1. Dass der Film objektiv gesehen wohl nicht der beste aller Zeiten ist, sehe ich selbst auch so. Aber das ist einfach so ein sentimentales Ding, das bei mir immer noch funktioniert, und das mir auch niemand kaputtmachen kann. :-) Unter diesem Aspekt sind dann auch die 10 Kürbisse zu sehen.

      Gefällt 2 Personen

      1. Deine Wertung erkenne ich auch unter sentimentalen Aspekten auch im vollen Umfang an. Einen solchen Film hat wohl jeder……Ein solchen Film hat wohl jeder….Meiner ist Man nannte ihn Mücke :-)

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