Tarantula (1955)

Regie: Jack Arnold
Original-Titel: Tarantula
Erscheinungsjahr: 1955
Genre: Horror, Fantasy
IMDB-Link: Tarantula


Dank der Filmreisechallenge, an der ich dieses Jahr teilnehme, stoße ich auf Filme, die ich mir sonst wohl kaum angesehen hätte. „Tarantula“, das kultige Horror-B-Movie von Jack Arnold aus dem Jahr 1955, ist so ein Film. Ja, ich wusste, dass es den gibt, aber ihn anzusehen wäre mir wohl eher nicht in den Sinn gekommen. Da allerdings die Sichtung eines B-Movies der 1950er ein Teil der Challenge ist, habe ich also gespannt die DVD in den Player geschoben in Erwartung eines Trash-Vergnügens – und wurde nicht enttäuscht. Eines vorweg: Spinnenphobiker sollten einen großen Bogen um diesen Film machen. Aber gut, wer sich als Spinnenphobiker einen Film namens „Tarantula“ reinzieht, wendet entweder todesmutig die Schocktherapie zur Bekämpfung der Phobie an, oder hat schlicht nicht alle Murmeln beisammen. Denn das Viech ist scheußlich. Dank eines schief gelaufenen Experiments wächst sie auf eine Größe an, die man nur noch schwer satt bekommen kann, und macht die Wüste rund um das idyllische Städtchen Desert Rock unsicher. Dort lebt der Arzt Dr. Hastings (John Agar), dem das verfrühte und ziemlich hässliche Ableben eines Wissenschaftlers, der draußen in der Wüste Experimente durchführt, zu schaffen macht. Verstärkung erhält er von seinem Freund, dem Sheriff (Nestor Paiva) und der schönen Biologie-Studentin (Mara Corday), die das Team der Wissenschaftler unterstützen soll. Das wird allerdings mehr und mehr dezimiert, und bald schon stellt sich heraus, dass sie alle ein großes (und hungriges) Problem an der Backe haben. Man sieht dem Film an, dass das Budget nicht sonderlich üppig war. Dennoch gelingt es Jack Arnold, eine Stimmung von Suspense zu erzeugen, auch wenn es schnell ins Lächerliche geht, wenn das Monster dann tatsächlich zur Tat schreitet (zu blöd stellen sich die Menschen dabei an). Alle Rollen sind aber durchwegs gut gespielt. Natürlich ist das alles aus heutiger Sicht recht amüsanter Horror-Klamauk, der weit davon entfernt ist, irgendwelche Ansprüche bedienen zu wollen außer zu unterhalten. Aber das gelingt dem Film ziemlich gut. Insofern ein B-Movie, das trotz unübersehbarer dramaturgischer und technischer Schwächen auch heute noch für einen unterhaltsamen Filmabend sorgen kann.

(Dieser Film ist als Reiseetappe # 18 Teil meiner Filmreisechallenge 2018. Mehr darüber hier.)


6,0
von 10 Kürbissen

4 Kommentare

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