Money Monster (2016)

Regie: Jodie Foster
Original-Titel: Money Monster
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Thriller
IMDB-Link: Money Monster


„Money – it’s a crime. Share it fairly but don’t take a slice of my pie.“ So sangen Pink Floyd im Jahr 1973, und die Prioritäten haben sich seither nicht wirklich groß geändert außer dass Geld heute noch wichtiger ist als vor 45 Jahren und die Schere zwischen jene, die haben, und jenen, die nicht haben, noch weiter auseinandergegangen ist. Das soll hier aber nun kein wirtschaftspolitischer Essay werden. Der Filmkürbis spricht immer noch über Filme und nicht über Money, Money, Money. Das tut nämlich eh schon George Clooney als TV-Börsenguru Lee Gates in Jodie Fosters „Money Monster“. Und Lee Gates hat ein kleines Problemchen (neben der Tatsache, dass seine langjährige Produzentin Patty, gespielt von Julia Roberts, gekündigt hat): Eines Tages steht während der Live-Sendung der nicht sonderlich tiefenentspannte Kyle (Jack O’Connell) mit einer geladenen Pistole und einer kleidsamen Bombe auf der Matte. Kurz zuvor haben sich 800 Millionen Börsenwert eines Unternehmens, dass Lee empfohlen hat, aufgrund eines Computerfehler, wie die Pressesprecherin so charmant ausführt, in Luft aufgelöst. Kyle ist einer der betroffenen Aktionäre, doch es geht ihm nicht allein um sein eigenes Geld, das sich auf so mysteriöse Weise pulverisiert hat, sondern um Gerechtigkeit im Allgemeinen. Und auch Lee muss feststellen, dass irgendwas an der Sache nicht ganz koscher ist. Mit seinem Sprengstoffjäckchen und seiner Produzentin Patty im Ohr versucht er nun einerseits, seinen Geiselnehmer bei Laune zu halten, um keine vorzeitige Monetarisierung seiner Lebensversicherung zu erwirken, und andererseits, den verschwundenen 800 Millionen Dollar nachzuspüren. „Money Monster“ kann vielleicht nicht unbedingt mit einer besonders plausiblen Geschichte aufwarten, aber spannend ist diese Live-Geiselnehmung im Fernsehen allemal. Zudem mag ich George Clooney als Schauspieler irgendwie. Er wirkt für mich immer wie der nette Onkel, der auf der Grillparty die schlüpfrigen Witze erzählt, bevor er in einer deutlich zu engen Badehose, die die Tanten aufseufzen und die Herren neidisch grunzen lässt, einen formvollendeten Köpfler in den Pool macht. Auch Julia Roberts, wenngleich in ihrer Rolle sichtlich unterfordert, ist eine Bank. So ist der Film eine sympathische Angelegenheit, in der die Reichen ihr Fett abbekommen oder geläutert aus der Sache herauskommen, was wiederum für ein gutes Gefühl sorgt. Kein großes Werk, aber eines, das gut unterhält und im Anschluss den Wunsch weckt, mal wieder Pink Floyds „The Dark Side of the Moon“ einzulegen. Ein Film mit Mehrwert also.


6,5
von 10 Kürbissen

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