Dredd (2012)

Regie: Pete Travis
Original-Titel: Dredd
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Action, Science Fiction
IMDB-Link: Dredd


Karl Urban ist in der Zukunft ein vielbeschäftigter Mann. Wenn er nicht gerade als „Pille“ McCoy seinen Dienst auf der Enterprise verrichtet, räumt er als Judge Dredd in der gigantischen, versifften Metropole, die sich über die ganze Ostküste der USA erstreckt, mit Gesetzesbrechern auf. Und wer dabei Lena Headey als Gegenspielerin hat, hat alle Hände voll zu tun – das wissen wir seit „Game of Thrones“. In diesem Fall findet sich der mit allerlei lässigen Waffen ausgestattete Richter mitsamt einer hellsichtigen Novizin (Olivia Thirlby) in einem hermetisch abgeriegelten Hochhaus wieder, in dem Drogen-Capo „Ma-Ma“ Jagd auf ihn und seine Begleiterin machen lässt (Bruce Willis hat angerufen, er will seinen Plot zurück), da sie einen der ihren geschnappt haben, der, wenn er denn lebend aus diesem Bunker herauskommt, allerlei brisante Details über die Machenschaften des Clans ausplaudern könnte. Der Rest des Films besteht aus Blut und Explosionen. Mehr ist da nicht. Echt nicht. Aber: Das Ganze ist immerhin visuell sehr ansprechend und in der Gewaltdarstellung kompromisslos gefilmt. Hier werden – wortwörtlich – keine Gefangenen gemacht. Ein Action-Kracher der alten Schule. Leuten wie Chuck Norris und Steven Segal zieht es beim Ansehen dieses Films wohl ein breites Grinsen auf. Und mir, ehrlich gestanden, auch, denn ab und zu, wenn man an einem faulen Abend auf der Couch lümmelt und sich mit nichts Anspruchsvollerem als dem Finden der richtigen Knöpfe auf der Fernbedienung beschäftigen möchte, bereitet so ein Hirn-aus-Futterluke-auf-Popcorn-rein-Filmchen durchaus Freude – selbst wenn man ihn drei Tage später wieder vergessen hat.

Ach ja, wie weit kann Karl Urban seine Mundwinkel eigentlich herunterziehen? Ich vermute mal, bis zu den Eiern, die er hatte, um eine Rolle anzunehmen, die nur eines verlangt von diesem extrem talentierten Mann: Sich einen ganzen Film lang unter einem Aluhut versteckt stoisch durch ein Hochhaus zu ballern. Da musste selbst Arnie als Terminator mehr Emotionen zeigen.


6,0
von 10 Kürbissen

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