Spectral (2016)

Regie: Nic Mathieu
Original-Titel: Spectral
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Action, Kriegsfilm, Science Fiction
IMDB-Link: Spectral


70 Millionen US-Dollar. Ausgeschrieben: 70.000.000 US-Dollar. Das war das Budget für die Netflix-Produktion „Spectral“. Ein bombastischer Science Fiction-Kriegsfilm sollte es sein. US-Streitkräfte, die in Moldawien Aufständische in einem Bürgerkrieg bekämpfen, sehen sich plötzlich mit einem neuen Feind konfrontiert. Spektralartige Wesen, die durch Wände gehen, denen Kugeln nichts anhaben können und die die Elite-Soldaten schon mit einer simplen Berührung umbringen. Deshalb wird nun der Militärforscher Clyne (James Badge Dale, ein Name, den man sich nicht unbedingt merken muss) ins Kriegsgebiet geflogen, wo er zusammen mit der Wissenschaftlerin Fran Madison (Emily Mortimer mit einem Tiefpunkt in ihrer Karriere) das Phänomen erforschen soll und sich gleich mal in einem Einsatz wiederfindet, in dem die Soldaten fröhlich gemeuchelt werden. Man muss sich nach draußen kämpfen, findet unterwegs Kinder, die sich versteckt gehalten haben, entdeckt durch Zufall, womit man die Geisterkiller aufhalten kann, rüstet um zu Ghostbusters und zieht in den finalen Endkampf. Dort stellt man dann fest, was diese Spektralwesen tatsächlich sind (die Begründung ist mit Sicherheit ein Fest für Physiker, die sich nach Sichtung des Films noch ganze Nächte lang über die Blödheit des Films begeistern können) und pustet sie in ganz schlechtem CGI-Gewitter weg. Begleitet wird das alles von völlig hirnrissigen Dialogen, abstrusen Handlungen und Logiklöchern, die ganze Flugzeugträger schlucken können. Ein dummer Film, der scheinbar nur dazu gedreht wurde, um mal wieder das US-amerikanische Militär zu feiern. „Spectral“ ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man 70 Millionen US-Dollar verbrennen kann. Hätten sie das Ganze doch nur mit einer Handkamera, Laiendarstellern und selbst genähten Kostümen gedreht – dann hätte das wenigstens noch witzig und trashig werden können. Aber so ist der Schmarren nur ärgerlich. Kein Wunder, dass der Film es nicht ins Kino geschafft hat, sondern sofort auf Netflix veröffentlicht wurde, wo er nun in den Untiefen der Kategorien „Action“ und „Science Fiction“ schlummert. Möge er in Frieden ruhen.


2,0
von 10 Kürbissen

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