Aquaman (2018)

Regie: James Wan
Original-Titel: Aquaman
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Fantasy, Action, Abenteuerfilm
IMDB-Link: Aquaman


Aquaman – das ist doch der Typ, der im Aquarium gehalten wird, von einer Putzfrau mit Eiern gefüttert wird, sich in sie verknallt und dann die Katze frisst, oder? Diese Frage stellte ich mir gerade, als plötzlich Jason Momoa auf dem Bildschirm auftauchte und in einem U-Boot böse Jungs verprügelte. Und ganz ehrlich: Von so einem Typen wie Jason Momoa möchte man nicht verprügelt werden, denn die Gefahr ist groß, dass man danach nicht mehr aufsteht. Gegen ihn wirkt unser Arnie wie ein Spargeltarzan. Dadurch, dass bei all der Muskelmasse auch noch genug Platz ist für augenzwinkernde Selbstironie, kann man dem Typen sein Aussehen aber nicht einmal übel nehmen. Man muss einfach zähneknirschend zur Kenntnis nehmen, dass der menschliche Körper in unterschiedlichen Größen und Formen kommt – eben auch in dieser. Aber Ladies, es sei euch eines gesagt: Wenn ihr neben Jason Momoa schlaft und der träumend versehentlich mal den Arm zur Seite schmeißt, dann seid ihr Matsch. Wenn ihr neben mir liegt, kriegt ihr dadurch höchstens einen zärtlichen Nasenstüber. Also, überlegt es euch! Aber zurück zum Lachs im Zweifel. Wenn er gerade nicht mal Selfies mit Fan-Boys schießen muss (die eine wirklich zum Schreien komische Szene des Films), versucht er widerwillig, eine goldene Gabel zu finden, mit der er dem größenwahnsinnigen Halbbruder und Atlantis-König Orm (Patrick Wilson als echter Ormleuchter) mal Tischmanieren beibringen und nebenbei den Thron von Atlantis für sich beanspruchen kann. Orm will genau dieses verhindern, da er schon eifrig am Krieg bastelt gegen die Oberwelt, die Menschen, die ihm sein schönes Meer mit Plastik versauen. Und eigentlich will Aquaman gar kein König sein, sieht sich selbst nicht als königlich an. Damit wiederum macht er Mera (Amber Heard) schöne Augen, die ihm fortan hilfreich zur Seite steht. Und irgendwie macht das alles keinen Sinn und dient nur dazu als Vehikel, Jason Momoa von einer Prügelei in die nächste zu schicken. Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an, sagt man, und hier beginnt es beim Drehbuch. Die Dialoge sind strunzdumm, und die Figuren handeln völlig planlos. Darüber hinaus ist zwar die Action gut inszeniert, aber fantasielos, und irgendwie sieht das alles so aus, als hätte jemand, der sich davor entschieden zu viel LSD hineingepfiffen hat, aus Avatar, Star Wars Episode II, Jurassic Park und den schlechteren der Marvel-Verfilmungen einen fröhlichen Zusammenschnitt gebastelt. Immerhin weiß ich nun, dass Amber Heard mit feuerroten Haaren ein echter Eyecatcher und Jason Momoa ein cooler Hund ist. Aber aufgrund des wirren Drehbuchs geht dieser Film baden.


4,0
von 10 Kürbissen

3 Kommentare

  1. Ja, wie man so hört und liest, hat DC es wieder einmal nicht drauf. Was machen die bloss verkehrt?🤔
    Ich fand den Trailer schon ziemlich blöd. Der Film ist bei mir auch gedanklich so gar nicht auf meiner inneren Watchlist gepostet.

    Gefällt 1 Person

    1. Schwer zu sagen, warum mir die Marvel-Filme so gut gefallen und die DC-Filme überhaupt nicht zünden. Am ehesten wahrscheinlich, weil man bei Marvel das kreative Gesamtkonzept wahrnimmt, da hat sich einfach jemand Gedanken gemacht über den großen Bogen, aber auch die einzelnen Figuren und ihre Charakteristika und Stärken und Schwächen. DC hingegen möchte einfach nur bombastische Reißer machen – aber das geht dann zu Lasten von Story und Figuren.

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