M.A.S.H. (1970)

Regie: Robert Altman
Original-Titel: M.A.S.H.
Erscheinungsjahr: 1970
Genre: Satire, Anti-Kriegsfilm
IMDB-Link: M.A.S.H.


Die Abkürzung M.A.S.H. steht für Mobile Army Surgical Hospital, also ein mobiles Armee-Lazarett, in dem die im Kampf Verwundeten notdürftig zusammengeflickt werden. Chirurgen, die sich so einen Dienst antun, müssen einen an der Waffel haben. Das zeigt Robert Altmans oscar-prämierter Film „M.A.S.H.“ aus dem Jahr 1970 mit Donald Sutherland und Elliott Gould in den Hauptrollen als zynische, opportunistische Chirurgen, deren Hauptbeschäftigungen neben den ziemlich blutigen Metzgerarbeiten das Verführen von Krankenschwester, das Golfspielen auf Helikopter-Landeplätzen und das Trinken extratrockener Martinis sind. Die dann doch vorhandene altruistische Ader zeigt sich, wenn man dem Kollegen, einem gut ausgestatteten Zahnarzt mit Erektionsproblemen, dabei hilft, seinem Leben mit Hilfe der „schwarzen Pille“ und einem Abschiedsgeleit a la letztem Abendmahl ein Ende zu setzen, nur um ihn dann dank tatkräftiger Unterstützung der attraktiven Krankenschwester wieder von den Toten aufzuerwecken. Zugegeben, diese Szene ist brillant und saukomisch. Allerdings hakt es bei „M.A.S.H.“ aus meiner Sicht an dem losen Aneinanderreihen komischer und absurder Szenen, die völlig beliebig nebeneinanderstehen und keinerlei Charakterentwicklung sichtbar machen lassen. Abgesehen von der Entwicklung der von Sally Kellerman gespielten Oberschwester, die zunächst höchst moralische und christliche Vorstellungen in den Ring wirft gegen das Sodom und Gomorrha, das sie vorfindet, und dann am Ende zum unterwürfigen Anhängsel wird, das beim finalen Football-Spiel hysterisch auszuckt. Gags. Gags. Gags. Eh ganz nett anzusehen, allerdings für mich ob der offenkundigen Mängel bei weitem nicht das Meisterwerk, als das der Film gerne rezipiert wird.


5,5
von 10 Kürbissen

4 Kommentare

  1. Der Film wurde damals ja geradezu kultisch vergöttert und die finale Folge der nach dem Film entstandenen Serie hatte (oder hat vielleicht auch noch) die größte je in den USA gemessene Einschaltquote.
    Für mich in kleinster Weise nachvollziehbar. Der Film (Serie kenne ich nur rudimentär) ist absolut ein Kind seiner Zeit. Heute können Zuschauer mit dem für damalige Zeiten absolut anarchischem Humor wohl eher wenig anfangen. Nervt dann auch ab irgendwann….

    Gefällt 1 Person

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