Locarno 2019 – ein Fazit

Mein erster Besuch in Locarno ging am Samstagnachmittag nach einer Woche bzw. 28 Filmen zu Ende. Lili Hinstin, die neue künstlerische Leiterin des Festivals, präsentierte ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Dass sie Kultregisseur John Waters mit dem Ehrenleoparden bedachte, passte ins Bild. Was Locarno neben der künstlerischen Relevanz aber besonders auszeichnet, sind die lockere Stimmung und das Ambiente der Stadt, die für die Dauer des Festivals gänzlich in Gelb-Schwarz getaucht ist. Mein Bananensplit am einzig verregneten Tag im ansonsten sonnigen Urlaubsort am Lago Maggiore ist also quasi ausschließlich der CI geschuldet, husthust. Jedenfalls kommen hier entspanntes Freizeitvergnügen und cineastische wie kulinarische Schmankerl zusammen. Ein Festival zum Wohlfühlen. Filmisch begann es für mich in den ersten Tagen zunächst durchwachsen mit einigen Beiträgen, die ich mir getrost hätte schenken können. Das wurde aber besser, und als Fazit lässt sich sagen, dass die Qualität der Filme durchaus ansprechend war. Ich bin gespannt, wie viele der Filme auch in Wien auf der Viennale gezeigt werden. Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi, von der ich glaube, sie mal gesichtet zu haben, wird wohl mit einem vollen Notizblock nach Hause zurückkehren.

Und hier sind nun meine Empfehlungen und Nicht-Empfehlungen der 28 gesichteten Filme:

Ausgezeichnet und unbedingt empfehlenswert:

The Last Black Man in San Francisco
Diego Maradona
South Terminal

Gute Filme, die man jedenfalls empfehlen kann:

The Fever
Days of the Bagnold Summer
Losing Ground
Camille
Space Dogs
Mariam
Oroslan
Height of the Wave
Withing Our Gates

Solide Kost, kann man sich durchaus geben:

Twelve Thousand
Lovemobil
Instinct
Cat in the Wall
The Cool World
Adoration

Geht so, kann man sehen, muss man aber nicht:

Lonely Rivers
Giraffe
Amor Maldito
Felix in Wonderland

Eher nein bis gar nicht empfehlenswert:

Ivana the Terrible
Notre dame
The Tree House
Endless Night
Aus dem Osten
Wonders in the Suburbs

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3 Kommentare

  1. Klingt wirklich cool ! Wär schön, wenn sich das bei mir nächstes Jahr auch ausgehen würde, gemeinsam mit dem Schluaf ! Ein bissl ein Pech halt, dass bei 28 Filmen der Leopard nicht dabei war, aber was solls, der läuft ganz sicher auf der VIENNALE.

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  2. Hach, noch einmal ein junges Filmgemüse mit soviel Energie sein!
    Ein ambitioniertes und gut durchmischtes Programm, das Du da durchgezogen hast, Respekt!.
    28 Filme in einer Woche wäre mir mittlerweile zuviel. Vielleicht schaff ich´s mit dem Wauzi nächstes Jahr zu zweit, indem wir uns abwechseln, und immer einer sich einen Film anschaut, während der andere im Sauerstoffzelt eine Runde büselt…

    Gefällt 2 Personen

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