Saw (2004)

Regie: James Wan
Original-Titel: Saw
Erscheinungsjahr: 2004
Genre: Thriller, Horror
IMDB-Link: Saw


Es gibt Filme, die ein ganzes Genre prägen oder gar begründen. „Saw“ von James Wan ist so ein Fall. Mit dem Erfolg des Films erlebte das Genre des Torture Horror seinen Aufschwung. Worum es in diesem Filmgenre geht? Blut und Beuschel und das altbekannte „homo homini lupus“ – der Mensch ist des Menschen Wolf. Das müssen auch der Arzt Lawrence (Cary Elwes) und der Fotograf Adam (Leigh Whannell) feststellen, die an Eisenrohre angekettet in einem ziemlich grindigen Raum erwachen und dort zum ultimativen Escape Room-Spiel eingeladen werden. Zu gewinnen gibt es immerhin das eigene Leben, das ist förderlich für die Motivation der Spieler. Lawrence weiß auch schon bald, woher der Wind kommt. Er hat nämlich bereits vom „Jigsaw-Killer“ gehört. Diesem wiederum ist der Polizist David Tapp (Danny Glover) auf den Fersen. Der Killer spielt nämlich seine Spielchen schon eine ganze Weile. Wir als Zuseher werden also einerseits Zeugen davon, wie Lawrence und Adam versuchen, sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien (und gleichzeitig zu eruieren, wie und warum sie überhaupt da hineingeraten sind), und andererseits von der Jagd nach dem Mastermind hinter dem blutigen Rätselraten. Das alles ist spannend inszeniert – und tatsächlich hält sich der Splatter-Faktor in Grenzen. Den Magen umgedreht hat es mir jedenfalls nicht, aber vielleicht habe ich auch einfach schon einen cineastischen Saumagen. Allerdings kann man dem Film nicht attestieren, wahnsinnig gut gealtert zu sein. Handwerklich ist er nicht auf dem allerhöchsten Niveau angesiedelt – seien es das teils hölzerne Schauspiel oder Details wie die Beleuchtung, die schon arg nach 90er-Videos aussieht (auch wenn der Film tatsächlich in den 0er-Jahren gedreht wurde). Ein Film, den man aus filmhistorischer Perspektive durchaus einmal ansehen kann. Aber die vielen Fortsetzungen danach braucht es meines Erachtens dann nicht mehr unbedingt.


6,0
von 10 Kürbissen

3 Kommentare

  1. Auch wenn der Begründer des Begriffes das wohl gemacht hat, würde ich nicht so weit gehen, Saw als Torture-Porn zu bezeichnen. Für mich ist er ein reinrassiger Thriller mit einem fiesen Twist. Aber Seven ist im Prinzip auch nichts anderes und vom Härtegrad durchaus vergleichbar.
    Erst die Fortsetzungen ab Teil 3 haben der Reihe den nachhallenden Ruf gegeben, nur auf Brutalität zu setzen. Das wird besonders Teil 1 nicht gerecht, weil es falsche Erwartungen schürt und der Film so viel mehr zu bieten hat.

    Gefällt 1 Person

  2. SAW 1 ist immer noch ein Filmhighlight… ein reinrassiger, heftiger Thriller. Das Ende hat mir damals im Kino eine meterlange Gänsehaut beschert. :)
    Den Rest der Filme brauche ich auch nicht unbedingt. Wobei Saw 2 noch schaubar war.

    Gefällt 1 Person

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