King Kong (2005)

Regie: Peter Jackson
Original-Titel: King Kong
Erscheinungsjahr: 2005
Genre: Abenteuerfilm
IMDB-Link: King Kong


Das Leben hält manche Herausforderung parat. Da hast du gerade einen Film hingelegt, der mit 11 Oscars prämiert wurde (dafür gleich drei für dich persönlich) und eine der größten Trilogien der Filmgeschichte beendet, und es ist klar, dass Filmkritiker und Kinogeher weltweit mit Argusaugen auf dein nächstes Werk schauen. Was soll da noch kommen? Peter Jackson hat nach dem Erfolg seiner Herr der Ringe-Trilogie keine künstlerische Schaffenspause eingelegt, sondern sich mit einer Neuverfilmung von „King Kong“ gleich an das nächste große Ding gewagt. Denn der große Affe, der auf dem Empire State Building herumklettert, ist so etwas wie ein Heiligtum der amerikanischen Filmgeschichte. Und einen solchen Film künstlerisch zu versenken, käme einer Katastrophe gleich, die einem nie verziehen werden kann. Das weiß jemand wie Peter Jackson natürlich, und so gibt er sich besonders Mühe. „King Kong“ fasziniert vor allem durch bombastische Schauwerte. Geheimnisvolle Kulissen, die man zuletzt so schön in den Indiana Jones-Filmen bewundern durfte, ein dampfiger Dschungel, eine epische Liebesgeschichte zwischen der Schauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts) und dem Schriftsteller Jack Driscoll (Adrian Brody), der angesichts seines übermächtigen Nebenbuhlers über sich hinauswachsen muss, und am Ende ein actiongeladener Showdown, der den Zuseher in den Sessel klebt – all das bietet schon mal gute Unterhaltung. Der Herzstück des Films ist allerdings Andy Serkis‘ brillante Motion Capturing-Darstellung von King Kong. Serkis ist es zu verdanken, dass der Affe eine Seele hat. Und so sind die besten Momente des Films auch die leisen, jene, wenn King Kong einen Sonnenuntergang genießt oder wenn er im Central Park zum ersten Mal auf einer Eisfläche steht und nach anfänglichen Gleichgewichtsproblemen wie ein Kind die Faszination des Rutschens genießt. In solchen Momenten lebt der Film tatsächlich, der andernfalls ab und zu ein bisschen von seinen eigenen Schauwerten erschlagen wird. Ob Peter Jacksons Film auch in 90 Jahren noch relevant sein wird, wie es dem Original gelungen ist, sei dahingestellt, aber gesehen sollte man den Film trotzdem haben.


7,0
von 10 Kürbissen

(Bildzitat: © Universal Pictures, Quelle: imdb.com)

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