Schlaf (2020)

Regie: Michael Venus
Original-Titel: Schlaf
Erscheinungsjahr: 2020
Genre: Thriller, Horror
IMDB-Link: Schlaf


Ein gesunder Schlaf ist so wichtig! Es gibt doch nichts Schöneres, als morgens rundum erfrischt in seinem Bett aufzuwachen und den Tag voller Energie zu beginnen. Blöd also, wenn das mit dem Schlaf nicht so klappt wie gewünscht. Sandra Hüller kann ein Lied davon singen. Ihre überspannte Marlene, Mutter einer etwa sechzehnjährigen Tochter, schläft nämlich schon seit einiger Zeit nicht mehr so toll. Dementsprechend tief sind die Augenringe. Doch seltsamerweise ist das Hotel mit den drei toten Männern, von denen sie regelmäßig träumt, höchst real. Und dass es keine besonders gute Idee ist, an den Ort seiner Träume zu reisen, wissen wir erfahrenen Kinohasen aus hundert Jahren Horrorfilmgeschichte. Um die ganze Chose abzukürzen: Die Tochter (Gro Swantje Kohlhof mit einer souveränen Darstellung) muss in die Bresche springen und einem alten Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Michael Venus‘ Filmdebüt „Schlaf“ mag nicht unbedingt Preise für die originellste Story einheimsen, verpackt aber die ländliche Kleinstadtidylle in ein finsteres Horrorsujet, das dank famoser Darstellerleistungen und einer schwarzhumorigen Erzählung nicht fad wird. Und manchmal haben die Geister der Vergangenheit durchaus ihre guten Gründe, uns Lebenden auf den Nerv zu gehen. Auch der zweite Film, den ich im Rahmen des diesjährigen Slash-Festivals zusammen mit einem halben Kinosaal voller Papp-Skelette, die penibel auf den Sicherheitsabstand achten, gesehen habe, ist durchaus sehenswert. So läuft das Festival dieses Jahr zwar etwas schaumgebremst, aber in unvermindert guter Qualität.


6,0
von 10 Kürbissen

(Bildzitat: Quelle imdb.com)

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