Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012)

Regie: Gary Ross
Original-Titel: The Hunger Games
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Science Fiction, Abenteuerfilm
IMDB-Link: The Hunger Games


Brot und Spiele. Dass diese beiden Komponenten ausreichen, um ein Volk ruhigzustellen, wussten schon die alten Römer. Im Sci-Fi-Setting von „The Hunger Games“ ist dieses Prinzip auf die Spitze getrieben. In einer dystopischen Welt werden die zwölf Distrikte, die einmal die Vereinigten Staaten von Amerika waren, von einem faschistisch anmutenden Regime unter Kontrolle gehalten. Damit die armen Bürger, die nicht wissen, wie sie ihre Bäuche füllen sollen, nicht aufmucken, lässt Präsident Snow (Donald Sutherland) alljährliche „Hunger Games“ durchführen. Aus jedem Bezirk werden ein Mädchen und ein Junge ausgewählt, die sogenannten „Tribute“, die gegeneinander in einer weitläufigen Arena gegeneinander kämpfen müssen, bis nur noch eine Person übrig bleibt. Das Kolosseum des alten Rom lässt grüßen. Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) tut sich das sogar freiwillig an und springt für ihre jüngere Schwester, die auserwählt wurde, ein. Eine gute Entscheidung, denn Katniss kann verflucht gut mit dem Bogen umgehen, während ihre jüngere Schwester schon vom Flügelschlag eines Schmetterlings aus den Latschen gehoben werden kann. Und so beginnt das Hauen und Stechen und Rennen und Flüchten, sehr zur Belustigung des Showmasters (Stanley Tucci) und des Publikums und gleichermaßen ängstlich beobachtet von Hunger Games-Überlebenden Haymitch (Woody Harrelson), der für die beiden Tribute aus dem zwölften Distrikt den Mentor gibt. Die Story nach den Erfolgsromanen von Suzanne Collins ist simpel, aber effektiv. Das alte „Jeder gegen jeden“ wird hier gekonnt pervertiert, indem die Gladiatoren aus Minderjährigen gewählt werden, denen man die Konfusion an den Augen ablesen kann. Man wird als Zuseher unweigerlich auf die Frage zurückgeworfen, wie weit man selbst gehen würde, um sein eigenes Leben zu retten. Leider können die folgenden Filme zur Roman-Trilogie, die in insgesamt vier Teilen verfilmt wurde, mit der Qualität des ersten Teils nicht mehr ganz mithalten, und der Fokus verschiebt sich von dieser zutiefst archaischen Überlebensgeschichte zu einem Revolutions-Sci-Fi-Drama, dem es am Ende an Kreativität mangelt, aber Teil 1 für sich ist in seiner grimmigen Konsequenz schon sehr sehenswert.


7,0
von 10 Kürbissen

(Bildzitat: © 2011 – Lionsgate. Quelle http://www.imdb.com)

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