Eroberung vom Planet der Affen (1972)

Regie: J. Lee Thompson
Original-Titel: Conquest of the Planet of the Apes
Erscheinungsjahr: 1972
Genre: Science Fiction, Action
IMDB-Link: Conquest of the Planet of the Apes


Natürlich ist die Frage naheliegend: Wie konnten Affen die Herrschaft über die Menschen übernehmen? Diese Frage zu beantworten versucht „Eroberung vom Planet der Affen“ von J. Lee Thompson, der vierte Film der Filmreihe. Wir haben in den ersten beiden Filmen gesehen, wie Menschen in die Zukunft reisten, um festzustellen, dass dort die Affen das Sagen haben, wir haben im qualitativ erfreulichen dritten Teil gesehen, wie Affen aus der Zukunft auf die Erde der Jetztzeit kommen und welch Schicksal sie dort erfahren, nachdem die Menschen erst einmal herausgefunden haben, wie das in der Zukunft für sie so laufen wird, und nun versucht man, diese beiden Elemente der Reise in die Zukunft und die Reise in die Vergangenheit zu verbinden und in den Teilen 4 und 5 die Geschichte rund um den intelligenten Revoluzzer Caesar (Roddy McDowall), dem Sohn von Zira und Cornelius, fertig zu erzählen. Das hätte ja auch alles sehr gut ausgehen können, nur sollte man dann nicht die gut gemeinte Sozialkritik in dummen Plattitüden verpuffen lassen und die Action so inszenieren dürfen, dass man die Szenen besser in die Hände eine Schülertheatergruppe gelegt hätte. „Eroberung vom Planet der Affen“ ist ein klarer Fall von „hat sich stets bemüht“ im Dienstzeugnis. Die gesellschaftskritische Komponente ist zu gewollt und zu plump geraten, die Revolution dann zu schnell abgehandelt und schlampig erzählt, und die Action zu langatmig und fad. Der Stoff in anderen Händen hätte durchaus Potential gehabt (allerdings auf zwei Filme aufgeteilt), so aber sollte man Teil 4 und 5 gedanklich lieber zu den Akten legen und sich noch einmal die neue Trilogie mit Andy Serkis als Caesar zur Gemüte ziehen, die eine weitaus intelligentere und spannendere Origin-Story erzählt.


4,5 Kürbisse

(Bildzitat: Quelle http://www.imdb.com)

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