Apollo 13 (1995)

Regie: Ron Howard
Original-Titel: Apollo 13
Erscheinungsjahr: 1995
Genre: Drama, Thriller
IMDB-Link: Apollo 13


Ein guter Film ist ein guter Film. Ein guter Film ist zum Beispiel dann ein guter Film, wenn er eine interessante Geschichte schlüssig und nachvollziehbar erzählt, ohne dass er mit Überwältigungen arbeiten muss, um das Publikum bei der Stange zu halten. Bei aller Dramatik der Apollo 13-Katastrophe macht Ron Howard eines goldrichtig: Er erzählt die Geschichte so, wie sie (zumindest zum allergrößten Teil) tatsächlich passiert ist. Da braucht es keine zusätzlichen Explosionen oder Asteroidenschauer – allein den drei Hanseln dabei zuzusehen, wie sie nach ihrer Havarie ohne Boardcomputer in der Mondlandekapsel sitzen und sich den Arsch abfrieren, da alle Systeme runtergefahren sind, während man unten im Kontrollzentrum verzweifelt nach kreativen Ideen sucht, um die Astronauten wieder zurück zur Erde zu bringen, ist ganz großes Kino. Natürlich wird an der einen oder anderen Stelle eine dünne Schicht Pathos aufgetragen, soll so sein, das gehört irgendwie dazu, aber Ron Howard versteht sein Handwerk gut genug, um selbst den Blick auf die zuhause ausharrenden Ehefrauen nicht zum Tränendrücker verkommen zu lassen. Im Gegenteil. Die o scarnominierte Kathleen Quinlan legt ihre Rolle als Frau des Kommandanten Jim Lovell (Tom Hanks) durchaus tough an. Überhaupt ist es an der Zeit, die großartige Besetzung gebührend zu loben. Neben Hanks, der die Hauptrolle spielend schultert, und der schon erwähnten Quinlan überzeugen Kevin Bacon, Bill Paxton, Gary Sinise und vor allem Ed Harris, der als Flugdirektor Gene Kranz eine der besten Leistungen seiner ohnehin überragenden Karriere abliefert – und dabei hat er kaum Textzeilen aufzusagen. Aber allein seine Körpersprache ist es wert, in allen Schauspielkursen dieser Welt genau studiert zu werden. Auch die Spezialeffekte darf man lobend erwähnen, denn die lassen auch heute noch staunen, und der Film hat immerhin schon mehr als ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel. Wie gesagt: Ein guter Film ist eben ein guter Film, daran ändert sich auch mit den Jahren nichts. Und so vergehen die fast 2,5 Stunden (diesen Kalauer darf ich mir jetzt erlauben) schließlich wie im Flug.


8,0 Kürbisse

(Bildzitat: Photo by Universal Home Video – © 1995 Universal Pictures, Quelle http://www.imdb.com)

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