Wenn Schweigen eine Antwort ist

Nichts ist komplett unpolitisch. Weitestgehend frei von Ideologie vielleicht, aber niemals zur Gänze unpolitisch. Auch ein Filmblog nicht. Wie wohl fast alle Menschen in Europa bin auch ich erschüttert von dem Leid, das seit gestern über die Bevölkerung der Ukraine und auch jener von Russland gebracht wird. Menschen sterben, Familien werden zerrissen, Existenzen vernichtet, und selbst nachfolgende Generationen werden noch die Wunden spüren, die sich durch ihre Familien ziehen. Ja, Film und Fernsehen bieten Ablenkung, und wir Menschen brauchen solche Ablenkungen von Sorgen und Nöten. Man kann auch in diesen Zeiten nicht alles stehenlassen und in Lethargie verfallen. So zynisch es auch klingen mag, aber das Leben geht weiter, für uns, selbst für die betroffene Bevölkerung in der Ukraine. Dennoch möchte ich ein kleines Zeichen setzen. Einmal kurz innehalten und still sein. Nicht so tun, als wäre nichts gewesen, sondern die Wunden sichtbar machen, indem ich mich selbst für einen Moment unsichtbar mache. In diesem Sinne werde ich zwei Wochen lang nichts auf dem Blog posten. Möge diese kleine Lücke, die dadurch entsteht, als Mahnmal gegen den Krieg und das Leid, das dieser über die Menschen bringt, verstanden werden.

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