Das Pech eines Fotografen (1908)

Regie: Georges Méliès
Original-Titel: Les malheurs d’un photographe
Erscheinungsjahr: 1908
Genre: Kurzfilm
IMDB-Link: Les malheurs d’un photographe


Gutes Personal ist schwer zu finden. Diese Erfahrung muss auch der Fotograf machen, der eine Gesellschaft in lustiger Gewandung fotografieren möchte. Alle sind gut drauf, die Vorbereitungen und Kostümproben laufen, doch dem Gehilfen im Hintergrund sieht man schon an: Der ist auf Schabernack aus. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Für einen kurzen Moment beschäftigt sich der gewissenhafte Fotograf zu sehr mit seinen Gästen und lässt die Kamera aus den Augen, und schon hat sich der Gehilfe mit dem eigenartigen Sinn für Humor daran zu schaffen gemacht. Diese Kurzrezension des Films von Georges Méliès kommt ein wenig zu spät – die wäre am 1. April angebrachter gewesen. Aber sei’s drum, trauern wir nicht verpassten Gelegenheiten nach, sondern lieber, dass so wenige die Filme von Georges Méliès kennen. Das zu ändern ist auch ein wenig meine Mission hier auf diesem Blog. Zwar ist „Das Pech eines Fotografen“ nicht unbedingt zu Méliès‘ Meisterwerken zu zählen, sondern eher ein eher lauer Sketch, der nicht einmal sonderlich gut andeutet, wie viel Witz und Genie Méliès in seine Filme gesteckt hat, aber nicht jeder Gag kann zünden, nicht jeder Film kann unterhalten. Wir sind hier immer noch in den Pionierjahren des Kinos unterwegs, und natürlich muss man solche Filme auch mit den Augen jener Zeit betrachten, um zu einem fairen Urteil zu kommen. (Aber fair enough: Der Film ist dennoch einer der schlechteren von Méliès.).


5,0 Kürbisse

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