Black Panther: Wakanda Forever (2022)

Regie: Ryan Coogler
Original-Titel: Black Panther: Wakanda Forever
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Action, Science Fiction, Fantasy
IMDB-Link: Black Panther: Wakanda Forever


Mit dem viel zu frühen und tragischen Ableben des charismatischen Chadwick Boseman stand das Marvel Cinematic Universe vor einem Problem. Wie die Geschichte des Black Panthers weitererzählen, wenn der Black Panther tot ist? Aber nach dem Motto „Der König ist tot. Lang lebe die Königin!“ konzentriert sich der zweite Black Panther-Solofilm auf die verbliebene Königin Ramonda (Angela Bassett) und deren Tochter Shuri (Letitia Wright), die das Erbe der schwarzen Miezekatze durch turbulente Zeiten fortführen müssen. Nicht nur, dass quasi alle Staaten der Welt spitz auf das seltene Edelmetall Vibranium sind, das dem Königreich Wakanda technologischen Fortschritt und Reichtum gebracht hat, sondern auch ein neuer Gegenspieler taucht wortwörtlich auf, der ganz eigene Interessen verfolgt, darunter die Ermordung einer begabten Harvard-Studentin aus Wakanda. Und schon wird’s turbulent. Frauenpower ist angesagt, um die undurchsichtige Lage in den Griff zu bekommen, wobei Generalin Okoye (Danai Gurira), heimlicher Star des Films, die meisten Hiebe austeilen darf. Die frauenlastige Action sowie beeindruckende Unterwasserwelten sind neben den aufwendigen Kostümen und dem mit Ethnoklängen angereicherten Soundtrack die Pluspunkte des Films. Doch was soll man sagen über einen Black Panther-Film, bei dem der Black Panther komplett irrelevant für die Geschichte ist und am Ende, als er dann doch noch erscheinen darf, eher stört als dass er Mehrwert einbringt? Was tun mit einem Film, der interessante Figuren wie Shuri verbiegt und in Schablonen zu pressen versucht, in die sie einfach nicht passen, nur um eine Mythologie zu bedienen, die es nicht braucht? Und warum ein interessantes Bedrohungsszenario aufbauen (westliche Mächte schrecken auch vor kriminellen Handlungen nicht zurück, um in den Besitz von Vibranium zu kommen), nur um dann eine lachhafte Fantasyfigur mit fragwürdigen, schwach begründeten Ambitionen wie einen Schachtelteufel aus dem Wasser hüpfen zu lassen, der dann natürlich die ultimative Bedrohung darstellt? „Black Panther: Wakanda Forever“ hätte ein fantasievoll angehauchter, spannender Polit-Actionthriller sein können. Stattdessen wurde daraus ein ambitionsloses Actiongedöns, dessen Story man lieber nicht so genau hinterfragen sollte, und das seine Figuren einfach verschenkt, nur damit am Ende der Panther zu sehen ist, der im Titel versprochen wurde. Einer der schwächeren Beiträge des MCU.


5,5 Kürbisse

(Bildzitat: Foto von Marvel Studios/Marvel Studios – © 2022 MARVEL, Quelle http://www.imdb.com)

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