Allgemein

Jetzt geht das wieder los … Viennale 2019

Es ist Oktober, die Blätter fallen von den Bäumen, und der Kürbis eures Vertrauens zuckt mal wieder dezent aus. Was sind schon Vorsätze? Deutlich weniger Filme wollte ich dieses Jahr schauen, vielleicht 10, das ist eine schöne Zahl, die kann man mit seinen Händen noch nachvollziehen. Denn eigentlich bin ich ja damit beschäftigt, im November in eine neue Wohnung zu ziehen. Aber dann kam sie, die schicksalshafte Wendung: In diesem Jahr darf ich zum ersten Mal die Viennale mit einer Presseakkreditierung unsicher machen. Und schon fallen nicht nur die Blätter, sondern auch alle guten Vorsätze. Und wenn das Programm, das seit gestern auf der Homepage der Viennale einzusehen ist, dann auch noch so vielfältig und spannend gestaltet ist, gibt es ohnehin kein Halten mehr. Also muss ich da nun irgendwie durch. Geschätzt 15-20 Filme werden es schon wieder werden (besonders freue ich mich auf „Little Joe“ von Jessica Hausner, „Jojo Rabbit“ von Taika Waititi, „The Lighthouse“ von Robert Eggers, „Atlantique“ von Mati Diop sowie die Specials zu Angela Schanelec und Louise Fleck), und der Umzug wird natürlich auch geschaukelt. Wer mich in der nächsten Zeit sehen will: Ich bitte um schriftliche Kontaktaufnahme für eine Terminvereinbarung. Im Jänner habe ich noch was frei.

(Foto: (c) Alexander Tuma)

Locarno 2019 – ein Fazit

Mein erster Besuch in Locarno ging am Samstagnachmittag nach einer Woche bzw. 28 Filmen zu Ende. Lili Hinstin, die neue künstlerische Leiterin des Festivals, präsentierte ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Dass sie Kultregisseur John Waters mit dem Ehrenleoparden bedachte, passte ins Bild. Was Locarno neben der künstlerischen Relevanz aber besonders auszeichnet, sind die lockere Stimmung und das Ambiente der Stadt, die für die Dauer des Festivals gänzlich in Gelb-Schwarz getaucht ist. Mein Bananensplit am einzig verregneten Tag im ansonsten sonnigen Urlaubsort am Lago Maggiore ist also quasi ausschließlich der CI geschuldet, husthust. Jedenfalls kommen hier entspanntes Freizeitvergnügen und cineastische wie kulinarische Schmankerl zusammen. Ein Festival zum Wohlfühlen. Filmisch begann es für mich in den ersten Tagen zunächst durchwachsen mit einigen Beiträgen, die ich mir getrost hätte schenken können. Das wurde aber besser, und als Fazit lässt sich sagen, dass die Qualität der Filme durchaus ansprechend war. Ich bin gespannt, wie viele der Filme auch in Wien auf der Viennale gezeigt werden. Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi, von der ich glaube, sie mal gesichtet zu haben, wird wohl mit einem vollen Notizblock nach Hause zurückkehren.

Und hier sind nun meine Empfehlungen und Nicht-Empfehlungen der 28 gesichteten Filme:

Ausgezeichnet und unbedingt empfehlenswert:

The Last Black Man in San Francisco
Diego Maradona
South Terminal

Gute Filme, die man jedenfalls empfehlen kann:

The Fever
Days of the Bagnold Summer
Losing Ground
Camille
Space Dogs
Mariam
Oroslan
Height of the Wave
Withing Our Gates

Solide Kost, kann man sich durchaus geben:

Twelve Thousand
Lovemobil
Instinct
Cat in the Wall
The Cool World
Adoration

Geht so, kann man sehen, muss man aber nicht:

Lonely Rivers
Giraffe
Amor Maldito
Felix in Wonderland

Eher nein bis gar nicht empfehlenswert:

Ivana the Terrible
Notre dame
The Tree House
Endless Night
Aus dem Osten
Wonders in the Suburbs

Located in Locarno: Ein Filmkürbis

Meine werten Damen und Herren, der Filmkürbis betritt neues Festivalterritorium. Und zwar wage ich mich zum ersten Mal aus der deutschsprachigen Komfortzone hervor und krame meine tief verschütteten Italienisch-Kenntnisse hervor, wenn ich im August das schöne Tessin besuche. Das Filmfestival in Locarno steht sehr weit oben auf meiner Liste der Festivals, die ich mal besuchen möchte – und dieses Jahr ist es soweit. Soeben habe ich erfahren, dass mein Antrag auf eine Presseakkreditierung durchging. Flüge und Unterkunft habe ich eh schon organisiert (I’m a gambling man), und nun habe ich auch meinen Deckel. Äh … mein Badge. Das Festivalprogramm habe ich schon mal gustiert. Da sind ein paar schmackhafte Filme dabei. Vor allem der Fokus auf Black Cinema im Rahmen einer breit angelegten Retrospektive taugt mir. Ihr werdet hier davon lesen. Am 10. August geht es los.

Springen! Rutschen! Unten helfen! – Mein Fazit des Crossing Europe Filmfestivals 2019

Mein zweiter Besuch des Crossing Europe Festivals in Linz unterschied sich vom ersten im vergangenen Jahr maßgeblich durch das Wetter. Während ich letztes Jahr kurzärmelig von Kino zu Kino raste, kam dieses Jahr das Wetter der Festivaldirektorin Christine Dollhofer entgegen. Auch deshalb konnte sich das Festival über etwa 1.000 Zuseher mehr als im Vorjahr freuen. Mitten drin: Ein kritischer Kürbis. Und der sah hauptsächlich Erbauliches. Das Festival war klug programmiert und bot Spannendes aus allen Ecken Europas. Der Kontinent zeigte in Linz mal wieder seine ganze Vielfalt. Wenn es dieses Jahr ein bestimmendes Thema gab unter den 21 Filmen, die ich letztlich sah, dann am ehesten die Familie und Zugehörigkeit. Es scheint fast, als würden sich Europas Filmschaffende in Zeiten des politischen Rechtsrucks auf den Mikrokosmos der eigenen vier Wände konzentrieren – sei es als Gegenentwurf zu der rauen politischen Lage oder auch begleitend dazu bzw. kommentierend. Und warum auch nicht? Gesellschaftliche Veränderungen können ja sehr gut anhand familiärer Beziehungen dargestellt werden.

Aber was kann ich nun empfehlen und was nicht? Hier die 21 Filme, sortiert anhand meiner Bewertung.

8,0:
Laika
Bait

7,5:
One and a Half Prince

7,0:
Hungary 2018
The Days to Come

Home Games
Normal
Tomka and His Friends

6,5:
Sons of Denmark
Transnistra
The Souvenir
Fugue

6,0:
Oray
Messer im Herz

One Day

5,5:
Arctic

5,0:
Winter Flies

4,5:
Mein Bruder kann tanzen
The Announcement

4,0:
Schwimmen

2,5:
Das melancholische Mädchen

Bis zu einer Bewertung von 6,0 kann ich die Filme ziemlich vorbehaltlos empfehlen. Darunter wird es dann schon etwas für Fans bzw. Liebhaber des jeweiligen Themas oder einzelner Teilaspekte.

Ach ja, wer wissen will, was es mit dem Titel dieses Beitrags auf sich hat, der möge sich das hier ansehen (was ich nicht weniger als 21 Mal getan habe, und das war dann doch etwas zu viel des Guten):

Crossing Europe Filmfestival Linz 25.-30. April 2019

Ich liebe den Geruch von Festivals am Morgen. Am 25. April reist der Kürbis eures Vertrauens gen Westen, um in der schönen Hauptstadt Oberösterreichs die dortigen Kinosäle des Crossing Europe Filmfestivals unsicher zu machen. Mit dem Crossing Europe habe ich letztes Jahr schon Bekanntschaft gemacht, und die Erfahrung war rundum positiv, sodass ich dieses Jahr gerne erneut Gast des Festivals bin. Was man dort zu sehen bekommt: Einen Querschnitt durch das europäische (vorzugsweise junge) Filmschaffen in gemütlicher und stressfreier Atmosphäre. Und wenn das Wetter auch wieder so mitspielt wie vergangenes Jahr, kommt tatsächlich Urlaubsfeeling auf. Ich bin gespannt, ob mich das diesjährige Programm wieder begeistern kann. Für Abwechslung scheint jedenfalls gesorgt zu sein: Ganze 19 Filme habe ich mir mal auf die Liste gesetzt. Schlaf und Essen sind überbewertet.

(Werbesujet/Grafik: d.signwerk.com / Foto: Gerhard Wasserbauer)

Die Oscars 2019 – eine psychohygienische Nachbetrachtung

Das Leben ist vergänglich. Gerade noch heulte Olivia Colman herzerweichend auf der Bühne, und schon sind die Oscars 2019 wieder Geschichte. Alles war ein bisschen anders dieses Mal: Die Show hatte keinen Moderator, der durch den Abend führte, die Oscars selbst wurden stakkato-artig und uninspiriert nachgeschmissen, die Reden waren brav (Ausnahme: Spike Lee, aber das war zu erwarten), einer der unnötigsten Filme, die als Best Picture nominiert waren, wurde letztlich ausgezeichnet, und ich war bei meiner Oscar-Wette mit 11 von 24 erratenen Kategorien so mies wie noch nie zuvor. So schlurfte ich dann etwas betrübt nach Hause – wie nach einer langen Nacht, für die man sich Glitter und Glanz aufgelegt hat, und in der man Hüften schwingend in die Bars getänzelt ist, nur um am Ende einsam an der Würstlbude zu enden, wo das Fett der Käsekrainer auf das Sakko tröpfelt. Eh okay, so eine Käsekrainer, aber nicht das, was man eigentlich haben wollte. Einen Tag später habe ich das nun einigermaßen verdaut (die Oscars, nicht die Käsekrainer) und kann nun meinen Senf dazu abgeben (zu den Oscars, nicht zur Käsekrainer). Hier mein Fazit in 10 Punkten.

  1. Mehr Oscars für Olivia Colman, bitte. Ihre Dankesrede hat den Abend gerettet.
  2. Wäre ich Christian Bale, wäre ich jetzt definitiv ziemlich angefressen. Und das nicht nur wegen den Kilos, die ich mir als Dick Cheney angefuttert habe, sondern wegen des Oscars für Rami Malek. Der war eh okay als Freddie Mercury, und ich mochte den Film ja auch, aber was Christian Bale hingelegt hat, war einfach eine andere Liga.
  3. „The Favourite“ wurde schändlich übergangen. Nur ein Oscar (eben für Olivia Colman) bei zehn Nominierungen – das war ein schlechter Scherz der Academy. Profitiert hat darunter u.a. „Black Panther“. Und nichts gegen die popkulturelle Bedeutung der schwarzen Miezekatze, aber auch hier: „The Favourite“ spielte einfach in einer anderen Liga.
  4. Erst kurz vor Ende habe ich gecheckt, dass Alfonso Cuarón die wohl einmalige Gelegenheit hatte, persönlich gleich fünf Oscars in einer Nacht für einen Film einzuheimsen: Bester Film, beste Regie, beste Kamera, bestes Drehbuch und bester fremdsprachiger Film. Drei sind es schließlich geworden. Eh super, aber ausgerechnet für den besten Film hat es unverständlicherweise nicht gereicht. Daher gleich zu Punkt 5:
  5. Ein Oscar für „Green Book“ als bester Film? Und das bei der Konkurrenz? Academy, wir haben was zu bereden.
  6. Glenn Close muss wohl erst das Dutzend an Nominierungen vollmachen, ehe sie einen Oscar erhält. Aber immerhin gegen eine würdige Gegnerin verloren, die ausnahmsweise mal nicht Meryl Streep hieß.
  7. Spike Lee, du coole Sau.
  8. Lillian Moschen und Alexander Horwath, die auf ORF durch die Nacht begleitet haben, sind jetzt mein Oscar-Dreamteam. Geballte Kompetenz, und es war einfach unglaublich süß, wie Horwath, das cineastische Schlachtross, eine völlig bedröpptelte Lillian Moschen, die den „Green Book“-Oscar so wenig fassen konnte wie ich, aufmunterte mit Verweis auf sein fortgeschrittenes Alter, in dem man eine gewisse Gelassenheit auch für solche unverständliche Entscheidungen entwickelt.
  9. Bitte fragt mal Tina Fey, Amy Poehler und Maya Rudolph, was sie nächstes Jahr um diese Zeit so vorhaben. Falls sie noch nichts geplant haben sollten: Wie wäre es mit der Oscar-Moderation? Alternativ könnte man auch Awkwafina und John Mulaney fragen. In diesen beiden Fällen zeigte sich jedenfalls, was für ein Gewinn es ist, wenn jemand mit Humor und gekonnter Witzelei durch das Prozedere führt.
  10. Queen mag offenbar jeder.

Bis nächstes Jahr. Auch wenn das dieses Jahr so gar nicht meine Veranstaltung war, werde ich auch 2020 wieder stundenlang im Kino sitzen und Leuten dabei zusehen, wie ihnen nach 90 Sekunden das Mikro abgewürgt wird, während sie hektisch noch ihren Dank abfeuern an MandyTedAngelaFromTheProductionCompanyAllMyFriendsAndOfCourseMomAndDaaaa*stille*

 

Berlinale 2019 – Ein Fazit

Seit Sonntag sind die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin auch wieder Geschichte. Dieter Kosslick tritt als Direktor ab, mit Spannung darf man die Programme in den nächsten Jahren erwarten. Ich selbst weiß jedenfalls nach meinem zweiten Berlinale-Besuch: Nächstes Jahr muss ich mir mehr Zeit nehmen. Vier Tage, zudem das letzte Wochenende, sind einfach nicht genug. Die Pressevorführungen waren an diesem Wochenende schon größtenteils durch, der Wettbewerb ist gelaufen – nächstes Jahr steige ich definitiv früher in die Action ein. So hat mein Besuch ein bisschen etwas von einer Party gehabt, zu der man erscheint, wenn schon die ersten Gäste gehen. Klar, eine coole Feier kann es ja trotzdem noch sein, und um besoffen zu werden, gibt es noch genügend Alkoholika im Kühlschrank, aber das gute Zeug ist größtenteils schon weg. Dennoch: Ein paar schöne Filme konnte ich noch mitnehmen. Und Charlotte Rampling aus zehn Metern Entfernung bewundern. Allein dafür hat sich der Besuch schon ausgezahlt.

Hier nun die 13 gesichteten Filme in meiner persönlichen Reihung:

Ausgezeichnet:
Die Kinder der Toten
Daniel

Sehenswert:
Der Boden unter den Füßen
Marighella
Der Nachtportier

Ganz gut:
Fukuoka
Leakage
Lampenfieber

Geht so:
Idol
Fern von uns

Nicht so prickelnd:
Das Wunder im Meer von Sargasso
Variety
MS Slavic 7

Berlin, wir sehen uns nächstes Jahr. Bis dahin: So long and thanks for all the films.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Morgen, am 7. Februar, werden die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz: Berlinale, eröffnet. Weil ich letztes Jahr brav war und keine Kinosäle demoliert habe, darf ich dieses Jahr erneut mit einer Presseakkreditierung im Gepäck die Festival-Locations unsicher machen. An dieser Stelle ein Dankeschön an das Pressebüro der Berlinale, und das mit dem Geldkoffer bleibt unter uns, gell?

Da der Kürbis aber auch noch mit anderem Gemüse beschäftigt ist, werde ich nur die letzten Festival-Tage vor Ort sein, konkret vom 14. bis 17. Februar. Ich werde natürlich ausführlich darüber berichten. Als Kompensation für die Tage, die ich verpasse, werde ich mich dann rund um die Uhr in die Kinos setzen. Falls ihr zufälligerweise mal neben mir hocken solltet: Ich wäre euch dankbar, wenn ihr dem tief in den Sitz versunkenen Bleichgesicht neben euch gelegentlich mal einen Powerriegel zwischen die kraftlosen Lippen schieben könntet. Auch Reanimationsmaßnahmen können jederzeit gern eingeleitet werden. Besten Dank, vergelt’s Gott!

Und hier noch die bärige Plakatserie der diesjährigen Berlinale. Viel Spaß beim Durchklicken.

 

Filmreisechallenge 2018 – Alle Reiseziele, alle Filme

Das Jahr 2018 ist vorbei, und auch die Filmreisechallenge. 70 cineastische Destinationen wurden bereist und beschrieben. Hat Spaß gemacht! Gebucht wurde der Abenteuerurlaub, also die etwas anspruchsvollere Reise als der Pauschalurlaub. Meinen ersten Film der Filmreisechallenge habe ich am 8. Jänner gesehen, meinen letzten am 29. Dezember. Und hier sind sie nun, die 70 Destinationen:

Weltreise

1. Ein Film aus Australien oder Neuseeland: Das Piano (Neuseeland)
2. Ein Film aus einem südamerikanischen Land: The Bed (Chile)
3. Ein Film aus Fernost: Girls Always Happy (China)
4. Ein Film aus Südostasien: The Woman Who Left (Philippinen)
5. Ein Film aus dem Orient: Schwein (Iran)
6. Zwei afrikanische Filme (1): Maki’la (DR Kongo)
7. Zwei afrikanische Filme (2): The Wedding Party (Nigeria)
8. Ein Film aus Skandinavien: Gordon und Buffy (Schweden)
9. Ein Film aus Südeuropa: Meine Tochter (Italien)
10. Ein Film aus Osteuropa: November (Estland)

Zeitreise

11. Amerikanischer Stummfilm der 20er: The Blot
12. Film des deutschen Expressionismus der 20er: Das Cabinet des Dr. Caligari
13. Propagandafilm der 30er: Triumph des Willens
14. Hollywoodstudio-Großproduktion der 30er: Robin Hood, König der Vagabunden
15. Italienischer Neorealismus der 40er: Paisà
16. Film Noir der 40er: Briefe aus dem Jenseits
17. Deutscher Heimatfilm der 50er: Die Geierwally
18. Low Budget-B-Movie der 50er: Tarantula
19. Italowestern der 60er: Leichen pflastern seinen Weg
20. Film der europäischen „Neuen Welle“ der 60er: Mittwoch zwischen 5 und 7
21. Film des „Neuen Deutschen Films“ der 70er: Unter dem Pflaster ist der Strand
22. Ein Giallo der 70er: Der Killer von Wien

Fantasiereise

23. Zwei Filme, die auf fremden Planeten oder im All spielen (1): Ederlezi Rising
24. Zwei Filme, die auf fremden Planeten oder im All spielen (2): Der Wüstenplanet
25. Ein Film, in dem Träume ein zentrales Thema sind: Körper und Seele
26. Drei Filme, die in einer fernen Zukunft spielen (1): Mad Max
27. Drei Filme, die in einer fernen Zukunft spielen (2): Mad Max II – Der Vollstrecker
28. Drei Filme, die in einer fernen Zukunft spielen (3): Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel
29. Zwei Filme, die in einer Fantasiewelt spielen (1): Die Abenteuer des Prinzen Achmed
30. Zwei Filme, die in einer Fantasiewelt spielen (2): Das wandelnde Schloss

Aktivurlaub

31. Ein Film zum Thema Motorsport: Le Mans
32. Ein Film zum Thema Extremsport: Meru
33. Zwei Filme, in denen es um Teamsportarten geht (1): City of McFarland
34. Zwei Filme, in denen es um Teamsportarten geht (2): Back in the Game
35. Zwei Kampfsportfilme (1): Karate Kid
36. Zwei Kampfsportfilme (2): Ong-Bak
37. Zwei Filme über Einzelsportler/innen (keine Dokus) (1): Rocky
38. Zwei Filme über Einzelsportler/innen (keine Dokus) (2): The Rider
39. Ein Film, in dem hauptsächlich gewandert wird: Saint Jacques … Pilgern auf Französisch
40. Ein Film, in dem es um Wintersport geht: Eddie the Eagle – Alles ist möglich

Konzertreise

41. Oscar-Gewinner aus dem 21. Jh. für  beste Filmmusik: Frida
42. Oscar-Gewinner 1950-1999 für beste Filmmusik: Yentl
43. Oscar-Gewinner 1900-1949 für beste Filmmusik: Ringo
44. Zwei Musikverfilmungen (Musical, Oper) (1): Greatest Showman
45. Zwei Musikverfilmungen (Musical, Oper) (2): Mamma Mia!
46. Zwei Filme, in denen es ums Tanzen geht (1): Dance, Girl, Dance
47. Zwei Filme, in denen es ums Tanzen geht (2): Die roten Schuhe
48. Drei Filme über Musiker/Bands (keine Biopics) (1): Leningrad Cowboys Go America
49. Drei Filme über Musiker/Bands (keine Biopics) (2): A Star is Born
50. Drei Filme über Musiker/Bands (keine Biopics) (3): Vox Lux

Bildungsreise

51. Zwei Filme, in denen es um ein historisches Ereignis geht (1): Die dunkelste Stunde
52. Zwei Filme, in denen es um ein historisches Ereignis geht (2): Selma
53. Zwei Dokumentationsfilme zu zwei Themen (1): Infinite Football
54. Zwei Dokumentationsfilme zu zwei Themen (2): Draußen
55. Zwei Biopics über männliche Personen (1): Don’t worry, weglaufen geht nicht (über John Callahan)
56. Zwei Biopics über männliche Personen (2): Angelo (über Angelo Soliman)
57. Zwei Biopics über weibliche Personen (1): 3 Tage in Quibéron (über Romy Schneider)
58. Zwei Biopics über weibliche Personen (2): I, Tonya (über Tonya Harding)
59. Zwei Filme in einer dir fremden Sprache (1): Teheran Tabu (Persisch)
60. Zwei Filme in einer dir fremden Sprache (2): Hemel (Niederländisch)

Kunst- und Kulturreise

61. Verfilmung eines Stücks von Shakespeare: Ein Sommernachtstraum
62. Verfilmung eines internationalen postmodernen Dramas: Das Mörderspiel
63. Comic-Verfilmung: Black Panther
64. Manga-Verfilmung: Inuyashiki
65. Verfilmung eines britischen viktorianischen Romans: Wuthering Heights – Emily Brontës Sturmhöhe
66. Verfilmung eines Werks der deutschen Klassik/Romantik: Faust – Eine deutsche Volkssage
67. Ein Film, in dem es ums Essen/Kochen geht: Julie & Julia
68. Ein Film, in dem es um einen Film geht: The Disaster Artist
69. Ein Film, in dem es um bildende Kunst/Künstler geht: Loving Vincent
70. Ein Experimentalfilm: Manifesto

Projekt 50/50 – mein Fazit

Vielleicht erinnert ihr euch noch daran. Mein Neujahrsvorsatz für 2018 war mein „Projekt 50/50„, also die Sichtung gleich vieler Filme, die von Frauen gedreht wurden, wie Filme, bei denen Männer im Regiestuhl saßen. Ich habe das für mich selbst im Laufe des Jahres noch spezifiziert auf „mir neue Filme“, habe also Re-Watches ausgeschlossen (auch wenn 2018 nur 12 Re-Watches dabei waren).

Und so ist es ausgegangen:

Von 283 Filmen, die ich neu gesehen habe, sind 144 von Frauen gedreht worden und 139 von Männern. Die 50/50-Quote ist also geschafft.

Ich habe dabei viele spannende Schätze gehoben, die sonst völlig an mir vorbeigegangen wären, und ich habe auch viele Filme gesehen, auf die ich sonst bewusst verzichtet hätte, da sie mich thematisch nicht wirklich angesprochen haben, die aber dann doch mein Sichtfeld wieder erweitert haben. Ganz einfach war es nicht – manchmal fühlte ich mich tatsächlich wie ein Perlentaucher auf der Suche nach Filmen, die von Frauen gedreht wurden, denn meistens hängt ihnen ja kein Fähnchen an, das auf die weibliche Urheberschaft hinweist. Ich kenne nun die tiefsten Tiefen von Amazon, Netflix und Moviepilot.

Interessant (und bedenklich) ist, dass mir ausgerechnet die Viennale fast die Quote verhagelt hat und das trotz neuer weiblicher Festival-Direktorin. Damit hätte ich nicht gerechnet, denn sowohl auf der Berlinale als auch am Crossing Europe Festival in Linz war es deutlich einfacher, interessante Filme, die von Frauen gedreht wurden, zu finden. Auf diesen Punkt in einem Interview mal angesprochen, antwortete Eva Sangiorgi, die Viennale-Direktorin, übrigens sinngemäß, dass sie die Filme nach Qualität und nicht nach Quote aussuchen wolle. Fair enough. Allerdings erklärt mir das dennoch nicht das Fehlen vieler großartiger Filme von Frauen, die auf der Berlinale oder in Linz mit großem Zuspruch gelaufen sind, den Weg nach Wien aber nicht gefunden haben. Hier darf in den nächsten Jahren gerne noch nachgezogen werden.

Wie geht es nun weiter? Auch 2019 möchte ich mein Projekt 50/50 fortführen. Auch deshalb habe ich bei meinem neuen Projekt „1001 Filme“ die Messlatte mit 30 Filmen pro Jahr etwas weiter unten angesetzt, da erschreckenderweise Filme von Frauen in diesem Buch so gut wie nicht vorkommen, sich also alle Filme, die ich für dieses neue Projekt ansehe, negativ auf die Quote auswirken werden. Mal schauen, ob ich diese beiden Anforderungen unter einen Hut bringen kann. In einem Jahr werdet ihr mehr wissen. Bis dahin: Viel Spaß mit meinen Reviews 2019 und natürlich noch viel mehr beim Filmschauen!