2013

Enemy (2013)

Regie: Denis Villeneuve
Original-Titel: Enemy
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Drama
IMDB-Link: Enemy


Denis Villeneuve ist einer der gefragtesten Regisseure derzeit. Kein Wunder, hat er zuletzt mit Arrival und Blade Runner 2049 zwei moderne Science Fiction-Klassiker geschaffen. Kein anderer Film wird derzeit so heiß erwartet wie sein Remake von David Lynchs Sci-Fi-Klassiker Dune. 2013 hat Villeneuve, obwohl schon gefeierter Thriller-Regisseur, freilich noch etwas kleinere Brötchen gebacken. Seinen Film „Enemy“ veredelt immerhin Jake Gyllenhaal in einer gekonnt angelegten Doppelrolle. Denn der ist hier sein eigenes größtes Problem. Als der Geschichtsprofessor Adam Bell feststellt, dass er mit dem Schauspieler Anthony St. Clair einen Doppelgänger hat und er diesen zu kontaktieren versucht, setzt er einen Strom von Ereignissen in Gang, die ein Zurück zum bisherigen Status Quo bald unmöglich machen. „Enemy“ ist eine lose Adaption des Buchs „Der Doppelgänger“ von Literaturnobelpreisträger José Saramago. Und genau das ist auch das Hauptproblem des Films. Denn bei der Vermarktung hat man einen entscheidenden Fehler gemacht und den Plot wie einen Thriller klingen lassen. Davon ist „Enemy“ aber weit entfernt. Vielmehr greift der Film dieses hintergründige Vexierspiel auf, für das die Romane von Saramago bekannt sind, und ist vielmehr an der conditio humana interessiert als am Spannungsbogen. Das Ende, über das man wohl ganze Nächte lang diskutieren könnte, bringt genau das auch zum Ausdruck. Das Problem ist nur, dass ich als Zuseher auf dem Weg dahin meiner falschen Erwartungshaltung aufgesessen bin. Und so liegt es wohl entscheidend an der eigenen Herangehensweise, ob man den Film nun gut und interessant oder dann doch über lange Strecken langweilig und seltsam empfindet. Was wiederum allerdings dem Film zum Vorwurf gemacht werden kann, denn wenn es ihm nur gelingt, ein intellektuell vorbereitetes Publikum mitzureißen, fällt das Fehlen dieser oftmals so wichtigen Zutat Spannung dann doch ins Gewicht.


5,5
von 10 Kürbissen

(Bildzitat: Photo by Caitlin Cronenberg – © 2014 – A24, Quelle: imdb.com)

Snowpiercer (2013)

Regie: Bong Joon-ho
Original-Titel: Snowpiercer
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Science Fiction, Action
IMDB-Link: Snowpiercer


Mit Parasite gelang dem Südkoreaner Bong Joon-ho bei der Oscarverleihung 2020 der ganz große Durchmarsch. Der erste fremdsprachige Film, der je den Oscar als bester Film gewinnen konnte. Oscars für Bong Joon-ho selbst für die beste Regie, das beste Drehbuch und als Draufgabe noch für den besten internationalen Film. Auch seine früheren Filme wurden von Kritik und Publikum gefeiert, so auch „Snowpiercer“ aus dem Jahr 2013. Darin versammelte er einen beachtlichen Cast von Hollywoodgrößen (u.a. Chris Evans, William Hurt, Octavia Spencer, Ed Harris, Jamie Bell, Tilda Swinton), ergänzte diesen durch seinen Lieblingsdarsteller Song Kang-ho und jagte die Truppe durch eine knallharte, actionlastige Dystopie, die die für Bong Joon-ho so typische Verschränkung von Genrekino und Gesellschaftskritik aufweist. Die Ausgangslage ist simpel, birgt aber jede Menge Zündstoff: Die Welt liegt unter einer Eisschicht begraben, die letzten überlebenden Menschen sausen in einem riesigen Zug um die Erdscheibe. Der Zug ist nach Klassen aufgeteilt: Ganz hinten sind die Armen, die zusammengepfercht unter widrigsten Umständen hausen und grausige Proteinriegel zu essen bekommen, während in den vorderen Abteilen Milch und Honig fließen. Klar, dass sich da irgendwann eine Wut im Bauch anstaut, die durch eine von Curtis Everett (Chris Evans) angeführte Rebellion entladen wird. Je weiter die von ihm angeführten Rebellen in die vorderen Abteile vordringen, desto absurder wird das Geschehen. Der Twist am Ende ist böse und jener Faktor, der den Film über den Status eines gelungenen Actionkrachers hinaushebt. Man kann gar nicht anders, als nach dem Abspann des Films in herzhafte Diskussionen über Moral und Ordnung in unserem Gesellschaftssystem einzusteigen. In dieser Hinsicht ähnelt der Film sehr der kürzlich auf Netflix veröffentlichten Dystopie „Der Schacht“, der seine Gesellschaftskritik noch deutlicher zum Ausdruck bringt, während „Snowpiercer“ insgesamt subtiler vorgeht, dabei aber auch noch die besseren Schauwerte bietet. Sehenswert sind beide Filme gleichermaßen – mit leichten Vorteilen für „Snowpiercer“.


7,5
von 10 Kürbissen

(Bildzitat: Quelle: imdb.com)

Trance – Gefährliche Erinnerung (2013)

Regie: Danny Boyle
Original-Titel: Trance
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Krimi, Thriller
IMDB-Link: Trance


Ich mag Filme von Danny Boyle. Er pflegt einen vibrierenden, energiegeladenen, optisch sehr einzigartigen Stil. Dieser kann manchen Zuseher auch schnell mal nerven, das ist klar. Ultrarealistische Bilder sind nicht so das Ding des Briten, der für „Slumdog Millionär“ 2009 mit einem Oscar prämiert wurde. Aber dafür erkennt man Boyles Filme an fast jeder einzelnen Kameraeinstellung. „Trance“ aus dem Jahr 2013 ist einer seiner unbekannteren Filme. Qualitativ braucht sich dieser aber nicht zu verstecken. Gleich die Eingangssequenz weiß zu packen: Simon Newton (James McAvoy), ein Auktionator für ein großes Kunstauktionshaus, erklärt die Sicherheitsmaßnahmen, die bei solch großen Auktionen gelten, um die teuren Kunstwerke vor Raub und Diebstahl zu schützen. Auftritt Franck (Vincent Cassel), der mit seinem Team genau die gerade vorgestellten Maßnahmen genüsslich zunichte macht und in einem dreisten Coup ein Gemälde von Goya inmitten der Versteigerung klaut. Nur blöd, dass sich der Koffer, in dem sich das teure Bild befinden soll, als leer herausstellt. Und noch blöder, dass Franck Simon vor der Flucht noch eins übergebraten hat, sodass sich dieser nicht daran erinnert, wohin er das Gemälde in Sicherheit gebracht hat. Aber vielleicht kann die hübsche Hypnotiseurin Elizabeth Lamb (Rosario Dawson) ja die Erinnerung auffrischen. An sich ist in dem Plot schon genug Zündstoff für einen packenden Thriller enthalten. Aber damit gibt sich das Drehbuch nicht zufrieden. Es werden nicht nur doppelte Böden gelegt, sondern gleich drei- bis vierfache. Das Katz-und-Maus-Spiel aller Beteiligten sorgt für Kurzweil, aber mitunter, wenn man nicht aufpasst, auch für Konfusion. Das alles ist enorm stylish in Szene gesetzt. „Trance“ weiß von der ersten bis zur letzten Minute zu packen, und auch wenn dann manchmal die Handlung etwas arg unrealistisch und teils auch wirr wird, so kann man sich dennoch darauf verlassen, von den WTF-Momenten, die einander die Klinke in die Hand geben, über die ganze Laufzeit bei Laune gehalten zu werden.


7,0
von 10 Kürbissen

(Bildzitat: © 2013 – Fox Searchlight Pictures, Quelle: imdb.com)

No Turning Back (2013)

Regie: Steven Knight
Original-Titel: Locke
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Drama, Roadmovie
IMDB-Link: Locke


Tom Hardy fährt als Bauleiter Ivan Locke am Vorabend eines wichtigen Betongusses in seinem BMW von Birmingham nach London und telefoniert – verkehrssicherheitstechnisch vorbildlich – per Freisprechanlage mit verschiedenen Leuten. Das ist dann auch schon die ganze Handlung des Films „No Turning Back“ (im Original: „Locke“) von Steven Knight, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. Dass die ganze Sache dennoch interessant ist, liegt an zwei Dingen: Tom Hardy selbst, der mit minimalen Mitteln des Ausdrucks einen vielschichten und komplexen Charakter zum Leben erweckt, und dem schon angesprochenen Drehbuch. Denn Ivan Locke hat einen guten Grund, sich ins Auto zu setzen und den vielleicht wichtigsten Job seiner Karriere aufs Spiel zu setzen: Er wird Vater. Dummerweise ist nicht seine Ehefrau die Mutter. Und nun hat er alle Hände voll zu tun (das natürlich nur metaphorisch gemeint, denn die Flossen behält er anständig am Steuer), ausschließlich per Telefon seine Karriere, den gigantischen Betonguss am nächsten Morgen und seine Ehe zu retten, während er, selbst ein uneheliches und vom Vater nicht anerkanntes Kind, versucht, das Richtige zu tun, indem er bei der Geburt dabei ist. Anhand der Telefonate mit seinem Angestellten, seiner Ehefrau, der hysterischen Affäre im Krankenhaus, seinen Söhnen, seinem Chef, die im Übrigen allesamt nur mit ihrer Stimme in Erscheinung treten, entwickelt sich ein spannungsgeladener Wettlauf gegen die Zeit, der aus dem Drama fast einen Thriller werden lässt. Die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler am Telefon hatten hörbar Spaß dabei, einmal ausschließlich mit ihren Stimmen zu arbeiten. Und dafür hat man auch einige Kapazunder begeistern können: Olivia Colman als schwangere Affäre, Tom Holland als verunsicherter Sohn, Ruth Wilson als betrogene Ehefrau und der heimliche Star des Films: Andrew Scott, bekannt vor allem für seinen Moriarty in der BBC-Serie „Sherlock“, dessen Angestellter Donal für die besten Momente des Films sorgt. „No Turning Back“ zeigt eines: Dass man nicht viele Mittel braucht, um einen spannenden und guten Film zu machen. Manchmal genügen einfach ein Auto und ein verdammt guter Schauspieler.


8,0
von 10 Kürbissen

Talea (2013)

Regie: Katharina Mückstein
Original-Titel: Talea
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Drama
IMDB-Link: Talea


Die 13jährige introvertierte Jasmin (Sophie Stockinger) lebt bei einer Pflegefamilie. Ihre leibliche Mutter Eva (Nina Proll) ist gerade erst aus einem längeren Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen zurück. Was genau sie getan hat, bleibt offen – aber es wird wohl schon mehr gewesen sein als die Portion Köttbullar bei IKEA nicht bezahlt zu haben. Dementsprechend verhärmt ist die nunmehrige Gärtnereibedienstete. Der Wunsch, ihre Tochter zu sehen, ist vorhanden, aber dennoch weist sie Jasmin immer wieder die Tür. Die Scham spielt dabei sicherlich eine Rolle, auch wenn sie sich nach außen hin tough gibt. Und dann steht eines Tages Jasmin vor ihrer Tür mit der Nachricht, dass die Pflegefamilie in den Italienurlaub gefahren und sie allein zurückgeblieben wäre. Also gibt’s nun Ferien bei Mama. Die lässt sich etwas widerwillig, aber doch darauf ein, und bei einem Ausflug aufs Land zum ehemaligen Haus der Großeltern finden Mutter und Tochter in vorsichtigen Gesten allmählich wieder zueinander. Doch zwei Faktoren stören die Idylle: Erstens das Interesse des Dorfwirten Stefan (Philipp Hochmair) an Eva, zweitens die Tatsache, dass die Geschichte mit dem Italienurlaub nur die halbe Wahrheit ist. Denn Jasmin ist nach einem Streit schlicht ausgebüxt und wird nun landesweit gesucht. „Talea“ von Katharina Mückstein, die mich mit L’Animale restlos überzeugen konnte, ist ein stilles Mutter-Tochter-Drama, das ähnlich wie L’Animale einen Blick auf die Seelenstürme der Adoleszenz wirft und von zaghaften Annäherungen erzählt. Die beiden Hauptdarstellerinnen können überzeugen und bringen ihre jeweilige innere Zerrissenheit glaubhaft rüber. Bei aller Liebe zum Realismus fehlt mir bei „Talea“ allerdings ein wenig die Würze. Andererseits kann man auch konstatieren, dass Katharina Mückstein innerhalb weniger Jahre eine grandiose Entwicklung genommen hat, denn alles, was in „Talea“ schon angelegt ist, die künstlerische Idee, der Fokus auf die kleinen Verschiebungen im Alltag, wird in „L’Animale“ noch mal viel stringenter und letztendlich überzeugender erzählt.


5,5
von 10 Kürbissen

Only Lovers Left Alive (2013)

Regie: Jim Jarmusch
Original-Titel: Only Lovers Left Alive
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Drama, Liebesfilm, Fantasy, Musikfilm
IMDB-Link: Only Lovers Left Alive


Wenn man unsterblich ist, kann einem die Zeit ganz schön lang werden. Das hat Jim Jarmusch erkannt, der seine beiden Vampirlover Adam (Tom Hiddleston) und Eve (Tilda Swinton) zwischen Lethargie und Nihilismus sowie zwischen Tanger und Detroit pendeln lässt. Wenn man alle Zeit der Welt hat, muss man nicht jeden Tag aufeinander picken. Aber manchmal ist es doch schön, sich auf der Couch zusammenzukuscheln und gemeinsam Musik zu hören. Diesen Frieden stört eigentlich nur Eves jüngere Schwester Ava (Mia Wasikowska), die zwar auch schon ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel hat, aber noch naiv und energetisch wirkt im Vergleich zu den beiden Älteren, die schon alles gesehen haben. Und natürlich, so ein Wirbelwind, der nach 87 Jahren Abwesenheit unvermutet mal wieder auf der Matte steht, bringt die gewohnten Abläufe ordentlich durcheinander – vor allem, wenn dieser versehentlich Adams besten Kumpel aussaugt. Denn eigentlich gehört sich das nicht, finden Adam und Eve. Sie trinken ihr Blut lieber aus der Konserve. Nein, viel passiert nicht in „Only Lovers Left Alive“. Wer sich actiongetriebenen Vampirhorror erhofft, wird von diesem Film bitter enttäuscht. Warum der Film aber dennoch in meinem persönlichen Olymp der Lieblingsfilme aufgestiegen ist, ist leicht erklärt: Ich kenne nur wenige andere Filme, die mit jeder Einstellung, mit jeder Szene eine so unglaublich dichte Atmosphäre schaffen. Unendliche Liebe, dieses viel besungene Klischee, wird hier spürbar gemacht – im Positiven wie im Negativen. Sie verdichtet sich zu Musik, zu gelbem Laternenlicht, zu halbverfallenen Gebäuden in den menschenleeren Straßen von Detroit, zu nächtlichem Philosophieren, zu dem Bewusstsein, dass man selbst noch da sein wird, wenn alles Andere bereits vergangen ist. Welche Rollen spielen dann schon Tage oder Nächte? Und warum zwischenmenschliche Kontakte knüpfen, wenn diese nicht lange halten? Tilda Swinton und Tom Hiddleston spielen dieses Paar, das in sich und in der Zeit gefangen ist, sich aber mit dem Schicksal abgefunden hat, wirklich grandios. Es geht von beiden sowohl Wärme als auch Gefahr aus. Wärme füreinander, Gefahr für jene, die nicht zu ihnen gehören. Für mich ist „Only Lovers Left Alive“ ein ganz großer Wurf, der mich nun schon seit vielen Jahren begleitet und zu dem ich gedanklich immer wieder zurückkehre.


10
von 10 Kürbissen

May und die Liebe (2013)

Regie: Cherien Dabis
Original-Titel: May in the Summer
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Liebesfilm, Rom-Com
IMDB-Link: May in the Summer


Cherien Dabis hat eine durchaus interessante Biographie. Die palästinisch-amerikanische Regisseurin lebt im konservativen Omaha, Nebraska, ist offen bisexuell und dreht Filme, die im Nahen Osten spielen und sich auf humorvolle Weise mit Fragen der Identität und Religion auseinandersetzen. Ein kleiner Geist wie jener von Trump beispielsweise würde angesichts dieses Lebens vor lauter Widersprüchen vermutlich so schnell rotieren, dass man mit der dabei ausgestoßenen Reibungsenergie sämtliche Swimmingpools Nebraskas beheizen könnte. In „May in the Summer“ (ich halte mich dabei lieber an den charmanteren Originaltitel als an den dümmlich-einfallslosen deutschen Verleihtitel) geht es um die von Dabris selbst gespielte Schriftstellerin May, die von New York in ihre alte Heimat nach Jordanien kommt, um dort gemeinsam mit ihren beiden Schwestern die Hochzeit mit ihrem Verlobten Ziad zu organisieren. Und wie so oft in romantischen Komödien entwachsen die größten Probleme aus dem Kreis der eigenen Familie. Ihre nach wie vor in Jordanien lebende Mutter ist nämlich streng christlich und will daher die Hochzeit mit dem Moslem Ziad daher nicht gut heißen. Das geht so weit, dass sie der Hochzeit fernbleiben möchte. Dem Vater (Bill Pullman) geht es indessen nicht so gut. Er erholt sich gerade in den Händen seiner zweiten Frau, der blutjungen Anu aus Indien, von den Strapazen eines Herzinfarktes und möchte wieder Kontakt zu seinen Töchtern aufnehmen, die jedoch verständlicherweise nicht allzu gut auf ihn zu sprechen sind. Mays Schwestern schließlich haben selbst ihre eigenen Identitätskrisen zu bewältigen. Und in all das Chaos schleicht sich noch auf leisen Sohlen der charmante Touristenführer Karim, der Mays angespanntes Nervenkostüm mit unerwarteten weiteren Fragen, die sie sich nun stellen muss, strapaziert. Was nach einer leichten, luftigen und relativ belanglosen Feelgood-Komödie klingt, wird in den Händen von Cherien Dabis, die auch das Drehbuch geschrieben hat, zu einer zwar einfach zu konsumierenden, aber doch hintergründigen Angelegenheit, die nicht zwanghaft auf ein Happy End zusteuert, sondern mehr an der Entwicklung der Figuren selbst interessiert ist. Auch der Humor wird nicht mit dem Holzhammer eingeprügelt. Dieser Film will nicht dick auftragen, und das ist gut. Zwar ist das Ergebnis nicht bahnbrechend originell und immer noch eine Rom-Com, in der viele Dinge und Konflikte genregetreu stark vereinfacht ablaufen, aber der Film kann gut auf einem soliden Niveau unterhalten.


6,0
von 10 Kürbissen