Alejandro Fadel

Murder Me, Monster (2018)

Regie: Alejandro Fadel
Original-Titel: Muere, Monstruo, Muere
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Horror, Drama
IMDB-Link: Muere, Monstruo, Muere


Bei manchen Filmen hat man das Gefühl, dass der Regisseur selbst nicht wusste, was er eigentlich erzählen und ausdrücken wollte. „Muere, Monstruo, Muere“ von Alejandro Fadel ist so ein Film. Denn auch wenn wir uns im Topos des Horrorfilms befinden, der bekanntlich ja seinen eigenen Gesetzen der Logik (oder Unlogik) folgt, so schaffen es dennoch die meisten Filme, zumindest in sich selbst geschlossen zu bleiben. „Muere, Monstruo, Muere“ ist hingegen vollgepackt mit Szenen und Bildern, die nicht mal innerhalb des Films selbst Sinn machen. Erzählt wird die Geschichte einer grässlichen Mordserie in einem abgelegenen Dorf in den Anden. Die weiblichen Opfer werden enthauptet vorgefunden mit seltsamen Bissspuren im Kopf und Hals und zähflüssigem, grünem Schleim in den Wunden. Verdächtigt wird schon bald der verrückte David, der von Stimmen in seinem Kopf berichtet, die ihm sagen: „Muere, Monstrue, Muere!“ Der eigenbrötlerische Polizist Cruz, eben noch im Bett mit Davids Frau Francisca, ermittelt in dieser Sache und beginnt bald, David Glauben zu schenken. Und so entfaltet sich ein sehr langsames, stimmungsvolles Horrordrama. Das Problem daran ist eben, dass der Film mit allerlei pseudophilosophischem Quatsch durchzogen ist und damit eine Bedeutungsschwere suggerieren möchte, die man inhaltlich einfach nicht wiederfindet. Immerhin ist der Film wunderschön gefilmt und optisch gut anzusehen. Handwerklich kann man den Machern kaum etwas vorwerfen. Auch ist die Monsterjagd durchaus interessant und atmosphärisch dicht ausgestaltet. Aber in der Summe seiner Teile funktioniert der Film nicht so recht, weil er eben mehr sein möchte, als er tatsächlich ist. Es geht mir hier so ein bisschen wie dem Kind in „Des Kaisers neue Kleider“, das fassungslos auf den stolz schreitenden Kaiser (Film) starrt und ausruft: „Aber er ist doch nackt!“


5,0
von 10 Kürbissen

(Foto: Viennale)