Burak Çevik

The Pillar of Salt (2018)

Regie: Burak Çevik
Original-Titel: Tuzdan Kaide
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Drama, Fantasy
IMDB-Link: Tuzdan Kaide


Eine schwangere Frau, die in einer Art Höhle lebt, sucht nach ihrer verschwundenen Schwester und macht dabei allerlei Bekanntschaften. Ich denke, dass es zwei Arten von Publikum für Burak Çeviks Film „Tuzdan Kaide“ gibt: Jene, die in dem Film ein surreales Meisterwerk sehen, und jene, die das für den größten, langweiligsten Blödsinn auf Gottes grüner Erde halten. Gemäß der Frage: „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ Nun, ich gehöre bedauerlicherweise zur zweiten Gruppe. Ich kann durchaus etwas mit surrealen, rätselhaften Filmen anfangen. Luis Buñuel gehört zu meinen Lieblingen. Auch die Filme von Alain Robbe-Grillet, auch wenn sie ihre unübersehbaren Schwächen haben, unterhalten mich meistens sehr gut. Aber „Tuzdan Kaide“ ist zu wenig absurd, um interessant zu sein, sondern nur eine Anhäufung langweiliger, symbolhaft aufgeladener Szenen, die – zumindest für mich – auf nichts verweisen. Laut Beschreibung im Festivalprogramm der Berlinale soll es angeblich um „Reiz, Reichtum und Radikalität“ gehen. Okay. Stattdessen könnte da auch stehen, dass es um „Kanarienvögel, Vampirismus und die Unendlichkeit“ geht. Das wäre genauso zutreffend wie alles andere. Die einzige Erkenntnis, die ich aus dem Film gezogen habe, ist die, dass auch 70 Minuten verdammt lang werden können. Mein persönliches Fazit: Zeitverschwendung. Das mögen Andere anders sehen – wie gesagt, ich denke, dass man, wenn man es schafft, einen Zugang zu diesem Film zu finden, durchaus seinen Spaß daran haben kann. Aber meine Antennen haben nicht angeschlagen. Die sind nur müde eingeknickt und wollten zu Salzsäulen erstarren.


2,0
von 10 Kürbissen