Jake Kasdan

Bad Teacher (2011)

Regie: Jake Kasdan
Original-Titel: Bad Teacher
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Komödie
IMDB-Link: Bad Teacher


Joan Jett hat es schon vorgesungen: „I don’t give a damn ‚bout my reputation / Living in the past, it’s a new generation / A girl can do what she wants to do and that’s what I’m gonna do.“ Die Lehrerin Elizabeth Halsey (Cameron Diaz) hat das vielleicht ein bisschen zu wörtlich genommen. Hauptsache ausreichend Blingbling in ihrem Leben, und schon kann man auf alles scheißen. Blöd nur, wenn das Blingbling unerwartet wegfällt – konkret: wenn der reiche Verlobte die monatlichen Rechnungen in Höhe von 16.000 Dollar nicht mehr zahlen möchte und das Luxus Girl auf die Straße setzt. Also doch wieder zurück an das Lehrerpult. Doch Lust hat Elizabeth auf den Job überhaupt keine. Sie kennt nur noch ein Ziel: Genügend Geld sammeln, um sich die Möpse auffrisieren zu lassen und sich so wieder in eine Pole Position auf der Jagd nach betuchten Herren zu bringen. Ob das dem leicht dämlichen Millionärssohn Scott (Justin Timberlake in einer für ihn maßgeschneiderten Rolle), der als idealistischer Aushilfslehrer arbeitet, gefallen wird? „Bad Teacher“ ist ein Film, den man gut und gerne als guilty pleasure einordnen darf. Er ist weder außergewöhnlich originell noch sonderlich gut gemacht, aber er hat eine rotzfreche Scheißdrauf-Attitüde, die stellenweise unglaublich viel Spaß macht. Cameron Diaz ist eine gute Besetzung für die Rolle der Lehrerin wider Willen – sie bringt viel Energie und die richtige Einstellung mit ein. Der Rest des Casts fungiert da eher als Stichwortgeber und sticht selbst nicht groß heraus. Im Grunde ist Bad Teacher eine One-Women-Show. Im Gegensatz zum leider verhunzten Fack ju Göhte, das sich sichtlich an diesem Film bedient, macht „Bad Teacher“ nicht den Fehler, seine Heldin auf eine Läuterungsreise zu schicken, sondern erfreut sich einfach nur an dem bisschen fröhlicher Anarchie. Fazit: Passt schon!


6,5 Kürbisse

(Bildzitat: © 2010 Columbia TriStar Marketing Group, Inc. All Rights Reserved, Quelle http://www.imdb.com)

Jumanji: The Next Level (2019)

Regie: Jake Kasdan
Original-Titel: Jumanji: The Next Level
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Abenteuerfilm, Komödie
IMDB-Link: Jumanji: The Next Level


Dwayne Johnson ist ein hochgradig sympathischer Kerl, der nicht nur über massige Muskeln, sondern auch über massig viel Selbstironie verfügt. Oscar-Preisträger wird er in diesem Leben wohl eher nicht mehr, aber das dürfte auch kaum seine größte Ambition sein. Dwayne Johnson will einfach nur unterhalten. Und das gelingt ihm in den Fortsetzungen des Robin Williams-Klassiker „Jumanji“ gar nicht mal so schlecht. Den ersten Teil der beiden neuen Filme habe ich erst Stunden später nebenbei (beim Vorbereiten des weihnachtlichen Raclette-Essens) gesehen, aber auch ohne Vorwissen kann man sich getrost diesen humorvollen Abenteuerfilm geben. Statt eines Brettspiels werden die armen Spieler nun in eine Computerwelt gezogen und müssen dort mit ihren Avataren, die allesamt jeweils drei Leben besitzen, bis zum Ende durchhalten. Andernfalls war’s das. Und da der Teenie Spencer (Alex Wolff) erneut in die Welt von Jumanji eingestiegen ist, nachdem man im ersten Teil schon nur knapp davonkam, müssen nun seine Freunde (Morgan Turner, Madison Iseman und Ser’Darius Blain) ausrücken, um ihn zurückzuholen. Blöd nur, dass durch einen dummen Zufall auch Spencers Großvater Eddie (Danny DeVito) und dessen alter Partner Milo (Danny Glover) ins Spiel gezogen sind. Und die müssen sich nun in den Gestalten von Dwayne Johnson, Jack Black, Karen Gillan und Kevin Hart durch die gefährliche Welt von Jumanji kämpfen. Das allein ist ja schon schwer genug, aber wenn man zwei vergessliche alte Herren dabei haben, die keinen Plan von irgendwas haben, wird die Mission gleich noch mal anspruchsvoller. Von diesem Witz – die alten Säcke im Körper von Dwayne Johnson und Kevin Hart – lebt „Jumanji: The Next Level“. Das sorgt für ordentlich Situationskomik und viele Möglichkeiten, den glänzend aufgelegten Cast (darunter auch die grandiose Awkwafina und Nick Jonas) sich an Imitiationen anderer Darsteller zu versuchen. Die Story gerät dabei zur Nebensache – und die ist wirklich wurscht. Aber das Ding macht zwei Stunden lang Spaß auf simplem Niveau. Man hat schon Schlechteres von und mit Dwayne Johnson gesehen.


6,0
von 10 Kürbissen