Jeremiah S. Chechik

Schöne Bescherung (1989)

Regie: Jeremiah S. Chechik
Original-Titel: National Lampoon’s Christmas Vacation
Erscheinungsjahr: 1989
Genre: Komödie, Weihnachtsfilm
IMDB-Link: National Lampoon’s Christmas Vacation


Wie heißt es so schön? Besuch macht immer Freude. Entweder beim Kommen oder beim Gehen. Dies kann auch Clark Griswold (Chevy Chase) gut nachvollziehen. Statt einem besinnlichen Weihnachten mit der engen Familie (Beverly D’Angelo, eine unglaublich junge Juliette Lewis und Johnny Galecki, dem man den künftigen Physik-Nerd nicht im geringsten anmerkt), fällt kurzerhand die ganze Verwandtschaft ein: Seine Eltern, die Eltern seiner Frau und zu guter Letzt auch noch sein debiler Cousin Eddie (Randy Quaid) samt Familie. Vorbei ist es mit dem ruhigen Weihnachtsfest, noch dazu, wo nun Clarks Ehrgeiz angestachelt ist, das denkwürdigste Weihnachten in der Geschichte von Weihnachten auf die Beine zu stellen. Dass dieser Schuss nach hinten losgeht, kann man sich denken. „Schöne Bescherung“ (auch unter dem Alternativtitel „Hilfe, es weihnachtet sehr“ hierzulande vertrieben) ist ein Weihnachtsklassiker. Die Story kann man getrost als Strohstern auf einen Baum hängen, das ist nicht die Stärke des Films, aber bei allem Klamauk und Slapstick kann man den ganzen Wahnsinn und den Anspruch, den Clark an sich selbst stellt, gut nachvollziehen und mit dem überforderten Antihelden mitleiden. Wer möchte nicht, dass alles perfekt läuft, wenn die ganze Bagage … äh … Familie über Weihnachten ins Haus einfällt? Die Zeitlosigkeit des Themas und auch der meisten Gags ist die große Stärke des Films. Und spätestens, wenn am Ende die Plastik-Santa-Figur samt Schlitten über die Vorstadt geschossen wird, und die schon etwas demente, aber entzückende Tante Bethany (Mae Questel) ergriffen The Star-Spangled Banner intoniert, hat man das Gefühl: Weihnachten kann kommen.


7,0
von 10 Kürbissen

(Bildzitat: Quelle http://www.imdb.com)