John McTiernan

Predator (1987)

Regie: John McTiernan
Original-Titel: Predator
Erscheinungsjahr: 1987
Genre: Action, Horror, Science Fiction
IMDB-Link: Predator


„If it bleeds, we can kill it.“ Arnie im Dschungel, zuerst noch mit einer Armee von Söldnern, um einen zweifelhaften Auftrag auszuführen, dann am Ende allein gegen eine außerirdische Kreatur, den „Predator“. Der sieht im Dunkeln, kann von Baum zu Baum springen, hat fancy Laserwaffen und eine Aversion gegen menschliche Haut – die wird den Opfern einfach abgezogen. Und so mordet sich dieses finstere Wesen fröhlich durch die zunehmend planloseren Soldaten. Bis er schließlich dem ultimativen Endgegner aller Actionfilme der 80er gegenübersteht: Der steirischen Eiche. „Predator“ von John McTiernan, der ein Jahr nach diesem Film mit Stirb Langsam unendlichen Ruhm unter Action-Afficionados einfahren sollte, ist ein schnörkelloser Kracher mit viel Blut, Gedärmen und trockenen One-Linern. Ein Beispiel gefällig? Als Arnie bei einem Überfall auf ein russisches Camp, das heimliche Ziel der Mission im Dschungel, einen gegnerischen Soldaten mit einem Buschmesser an eine Wand nagelt, gibt er diesem noch folgende letzte Empfehlung mit: „Stick around!“ Ja, der Film ist einer der Sorte „Hirn aus, Popcorn rein“, und auch wenn er schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, unterhält er auch heute noch sehr gut. Der dampfige Dschungel, die schweren Waffen, dieses aus allen Poren tropfende Testosteron, der fast bis zum Schluss unsichtbare, übermächtige Gegner, dessen ekliges Creature Design etwas Zeitloses hat – all das hat sich erstaunlich gut bis in die heutige Zeit gehalten. Klar, einen solchen Film würde man heute nicht mehr drehen, dafür ist er a) zu geradlinig und b) zu sehr Macho-Huldigung, aber das heißt nicht, dass er nicht mehr unterhaltsam ist.


7,0
von 10 Kürbissen

(Bildzitat: © 1987 Twentieth Century Fox, Quelle: imdb.com)

Stirb langsam (1988)

Regie: John McTiernan
Original-Titel: Die Hard
Erscheinungsjahr: 1988
Genre: Action
IMDB-Link: Die Hard


Was wäre die besinnliche Zeit des Jahres ohne Weihnachtsfilme? Und der größte Klassiker unter den Weihnachtsfilmen ist „Stirb langsam“. Weihnachten ist dann, wenn Jack Gruber (Alan Rickman) aus dem 30. Stock des Nakatomi Towers fällt. Und wenn ein verschwitzter, verdreckter und blutender John McClane (Bruce Willis in seiner Paraderolle) seine Angetraute Holly (Bonny Bedelia) im Arm hält. Und wenn Sgt. Powell (Reginal VelJohnson) endlich wieder töten kann. Kaum ein anderer Film verkörpert den Geist der Weihnacht so perfekt wie John McTiernans Action-Kracher aus den 80ern. Warum der Film auch heute noch funktioniert? Weil er auf das Wesentlichste reduziert ist. Da gibt es keinen unnötigen Schnickschnack. Gut, die Computerbildschirme sehen definitiv nicht mehr zeitgemäß aus, aber John McClane ist ohnehin mehr der analoge Typ. Das Szenario ist simpel: 12 Terroristen in einem abgeschotteten Hochhaus in L.A. und ein Bulle aus New York, den die bösen Buben bei ihrer Geiselnahme blöderweise übersehen. Und das geht gar nicht gut aus für sie. Denn die mögen zwar schwer bewaffnet und gut organisiert sein, aber dafür haben sie es mit dem größten Sturschädel der westlichen Hemisphäre zu tun. Und der ist mächtig sauer. Den Rest des Films haben die Toten Hosen in ihrem Song „10 kleine Jägermeister“ besungen: Es wird fröhlich heruntergezählt, bis nur noch der Hauptschurke übrig ist. Und das ist es dann auch. Das ist der ganze Film. Aber genau deshalb, weil er kein Statement setzen möchte, weil er nicht mit überraschenden Wendungen und komplexen Handlungen punkten möchte, funktioniert er so gut. Und so hat man zwei Stunden lang ein Grinsen im Gesicht, bis alle bösen Jungs tot sind und die fröhliche Weihnachtsmusik des Abspanns erklingt. Merry Christmas!


9,0
von 10 Kürbissen

Last Action Hero (1993)

Regie: John McTiernan
Original-Titel: Last Action Hero
Erscheinungsjahr: 1993
Genre: Action, Komödie
IMDB-Link: Last Action Hero


Happy Birthday, Arnie! Der Mann feiert einen 70. Geburtstag und der Kürbis seine 100. Rezension. Und die sieht so aus:

The Last Action Hero ist durchaus besser als sein Ruf. Er hat seine Momente und wechselt geschickt zwischen knallharter Action und selbstironischer Komik. Oscars gibt es keine, aber herrliche One-Liner, die staubtrocken mit steirischem Akzent herausgehauen werden. Ein Grund für die Popularität von Arnie ist sicherlich, dass er sich selbst nicht allzu ernst nimmt und versteht, dass man sich gelegentlich auch mal zum Affen machen muss, um das zahlende Publikum gut unterhalten zu können. Nichts ist so befriedigend wie ein gelungener, völlig überhöhter Filmtod, der von Arnies stoischer Miene und einem trockenen Spruch eingeleitet wird. Das hat er verstanden wie kein Zweiter. Einen Action Hero wie Arnie wird es wohl kaum mehr geben.

Übrigens: Der Film ist auch sehr unterhaltsam.


7,0
von 10 Kürbissen