Rawson Marshall Thurber

Red Notice (2021)

Regie: Rawson Marshall Thurber
Original-Titel: Red Notice
Erscheinungsjahr: 2021
Genre: Action, Abenteuerfilm, Komödie, Krimi
IMDB-Link: Red Notice


Jessas, der Ryan Reynolds schon wieder! Über den und seine Filme habe ich in den letzten Monaten nicht zu selten geschrieben. Reynolds dürfte jedenfalls seine Seele an Netflix verkauft haben, denn es ist fast schon unmöglich, sich durch die Startseite des Streaming-Anbieters zu zappen, ohne sein Gesicht zu sehen. In „Red Notice“ von Rawson Marshall Thurber spielt Ryan Reynolds diesmal Ryan Reynolds, der als Ryan Reynolds Karriere als Superkunstdieb macht. Dwight „The Rock“ Johnson ist ihm als FBI-Profiler auf den Fersen, was immerhin einen netten Gag hergibt, da The Rock hier mal jemanden spielen muss, der befähigt zu sein scheint, auch sein Hirn und nicht nur Muskelkraft einsetzen zu können (was ihm aber ehrlicherweise nicht wirklich gelingt). Und da Gal Gadot als Gal Gadot dem Super-Dieb und dem Super-Profiler ein Schnippchen schlagen möchte, müssen sich die beiden ungleichen Herren zusammentun, um eben jene Super-Schurkin aufs Kreuz zu legen, was auch wieder nur mäßig gelingt, denn Gadot hat eine israelische Militärausbildung genossen, und wenn sie einen Roundhouse-Kick austeilt, geht der direkt in Reynolds Gesicht (und The Rocks Eier). Was soll man da sagen? Auf der positiven Seite: Alle haben sichtlich ihren Spaß mit dem Film, der ein bisschen wirkt, als hätte man Indiana Jones und James Bond verschmelzen wollen, Gal Gadot sieht sexy aus, Ryan Reynolds wirkt wieder hochgradig sympathisch und The Rock macht alle Defizite mit Selbstironie wett. Auf der negativen Seite: Gal Gadot hat ihre Talente (siehe Roundhouse-Kicks), aber schauspielern gehört leider nicht dazu, Ryan Reynolds spielt mal wieder sich selbst und The Rock wirkt im Anzug immer irgendwie, als hätte sich die zu eng geschnittene Hose in der Arschbacke verheddert und würde ihn irrsinnig zwicken. Aber was soll’s – das Teil bietet ein paar flotte Sprüche, kernige Action-Szenen und schöne Prügeleien, wie sie Bud Spencer und Terence Hill nicht besser hinbekommen hätten. Hirn aus, Film ab.


5,5 Kürbisse

(Bildzitat: © 2021 – Netflix, Quelle http://www.imdb.com)