Lions (2012)

Regie: Jazmín López
Original-Titel: Leones
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Drama, Fantasy
IMDB-Link: Leones


Sobald man begriffen hat, worum es geht, ist „Leones“, das Langfilm-Debüt der jungen argentinischen Regisseurin Jazmín López, tatsächlich gar nicht mal so übel. Das Problem ist, dass man erst nach dem Abspann, wenn man Tante Google bemüht hat, begreift, worum es geht. Bis dahin, also die 80 Minuten lang, die der Film dauert, sieht man fünf jungen Erwachsenen (zwei unglaublich gut aussehenden Mädels, drei etwas nerdigen Jungs) dabei zu, wie sie durch den Wald laufen. Die Kamera hängt quasi über ihrer Schulter und ist der sechste Ausflügler, hastet immer hinterher. Kann man ja mal machen, schöne Rücken können auch entzücken. Aber dann sollte der Pfadfinderausflug in den Wald halt generell Interessanteres zu bieten haben als eine Pistole, die in einem verlassenen Traktor gefunden wird, und die aber in weiterer Folge (trotz des Tschechow’schen Gesetzes) keine wesentliche Rolle mehr spielt. Zwischenzeitlich summt jemand „Do You Believe in Rapture“ von Sonic Youth, der dann auch im Abspann wiederkommt und damit dem Film noch einen nicht mehr erwarteten Energieschub verleiht, und man läuft halt durchs Gemüse. Wie gesagt, nachdem ich gegooglet habe, was der Film eigentlich erzählen möchte, fand ich die ganze Chose dann tatsächlich so halbwegs interessant. Aber wenn ein Film Google benötigt, damit man begreift, wo die fantastischen Aspekte, die er ankündigt, aufzufinden sind, und der sonst nur eine ermüdende, repetitive Wanderung zeigt, die schmerzhaft an unfreiwillige Sonntagsausflüge in der Kindheit erinnert, dann hat er definitiv etwas falsch gemacht.


3,0
von 10 Kürbissen

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